Gebürtiger Greifswalder Robin Szolkowy mit WM-Gold-Ambitionen …

 

WM-Konkurrenzen im Paarlaufen sind so alt wie die Hochschule Wismar – 100 Jahre (seit 1908).

Doch anno 208 ist diese eissportliche Konkurrenz bei den Eiskunstlauf-WM vom 17.März  bis 23.März in Göteborg etwas ganz Besonderes …

Gibt es bei den Eiskunstlauf-WM in Göteborg eine sporthistorische Premiere ? Gibt es den  ersten Weltmeistertitel im Eiskunstlauf, im Paarlauf, für „Meck-Pomm“.

Szolkowy/SawtschenkoDer gebürtige Greifswalder Robin Szolkowy, der mit seiner Partnerin Aljona Sawtschenko  bereits EM-Gold 2006 bzw. 2007 gewann, könnte am 19.März, Tag der Paarlauf-Kür,  Sportgeschichte schreiben.

Und es sieht, trotz der starken Konkurrenz aus Russland, China und Nordamerika, sehr, sehr gut für das Eis-Duo aus, ihren goldenen WM-Traum zu verwirklichen.

Jedenfalls ist Trainer Ingo Steuer sehr optimistisch.
„Wenn wir eine perfekte Kür laufen, wird es definitiv Gold.“, sagte Trainer Ingo Steuer  dem „Berliner Tagesspiegel“.

– Und erhielt „Unterstützung“ von seinem Schützling Robin  Szolkowy, der sich dem Tagesspiegel gegenüber nicht minder optmistisch äußerte:
„Die Erwartungen belasten mich nicht. Wir werden ja nicht in Handschellen abgeführt, wenn wir bloß Bronze gewinnen. Aber wenn wir eine Superkür laufen, dann holen wir  Gold.“.

Und deutsche Eis-Paare hatten bereits „goldige WM-Zeiten“. So gewannen 1908/1910 Anna  Hübler/Heinrich Burger zweimal den WM-Titel, das deutsch-finnische Duo Ludowika  Eilers/Walter Jakobsson (erreichte 1911 Platz eins / Nach der Heirat und dem alleinigen Start für Finnland noch 2 x WM-Gold 1914/23 !), viermal standen Maxi Herber/Ernst Baier  (1936-1939) ganz oben, das Ehe- sowie Eis-Paar Ria und Paul Falk siegte 1951 sowie 1952,  Marika Kilius/Hans-Jürgen Bäumler, das Traum-Paar der „Sixties“, erkämpfte 1963/64  jeweils Gold und einen überraschenden Triumph gab es 1982 für Sabine Baess und Tassilo  Thierbach.

Zuletzt holten Mandy Wötzel und Ingo Steuer 1997 WM-Gold.
Und Ingo Steuer will 2008 auch wieder WM-Gold – nur dann als Trainer von
Szolkowy/Sawtschenko, die WM-Bronze 2007 gewannen !

Ein Vorbild für Aljona Sawtschenko ist dabei das Paar Jekaterina Gordejewa und Andrej  Grinkow, ein äußerst erfolgreiches, künstlerisch hochklassiges und zudem sehr anmutiges  Paar in den 1980ern und Anfang der 1990er Jahre auf und „neben“ dem Eis.
 
Mit ihrem Ehemann (seit 1991) gewann Jekaterina zweimal olympisches Gold und wurden  außerdem viermal Weltmeister (1986, 1987, 1989 und 1990).
Die glanzvolle sportliche Karriere von Gordejwea/Grinkow endete abrupt, nachdem Sergej  1995 aufgrund eines angeborenen Herzfehlers an Herzversagen starb.
 
Dennoch bleibt das russische Paar „G&G“ das Maß aller Dinge im Paarlaufen. Ihm kommen  Robin Szolkowy und Aljona Sawtschenkozur Zeit  wahrscheinlich am nächsten …

Die erfolgreichste Kunstläuferin bei den Eis-Paaren ist jedoch Irina Rodnina.
Rodnina gewann während ihrer Karriere dreimal olympisches Gold im Paarlaufen. 1972 in  Sapporo, 1976 in Innsbruck und 1980 in Lake Placid. 1969 bis 1978 war sie zehnmal  Weltmeisterin.

Kermer/OesterreichEin Rostocker war am WM-Titel schon nahe dran: Rolf Oesterreich gewann mit seiner  Partnerin Romy Kermer 1975/76 den Vize-Weltmeister-Titel und WM-Bronze 1974. Olympia-Silber gab es 1976 ebenfalls.

Seit 1908 werden WM im Paarlaufen ausgetragen und die bisherigen 85 WM-Titel teilten  sich Russland (32), Deutschland (12,5), Kanada (10), Österreich (7), Ungarn (5),  Frankreich bzw. China (4), Großbritannien (3), Finnland (2,5), Belgien sowie die USA (2)  und Tschechien (1).

Szolkowy/SawtschenkoÜbrigens: Eurosport überträgt am 18.März ab 20 Uhr das Kurprogramm und am 19.März um 20 Uhr die Kür bei den Paaren. Also Daumen drücken für Szolkowy/Sawtschenko !

Marko Michels

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