Der F.C. Hansa Rostock hat seinen ersten Sieg der neuen Zweitliga-Saison 2009/10 errungen. Nach der Pokal- und Auswärtsniederlage hofften zum Heimauftakt in der DKB-Arena 19.000 Fans auf einen Hansa-Sieg und wurden nicht enttäuscht. Hansa gewann glücklich gegen den TSV 1860 München mit 2:1.
081509bild2.jpgRostock (pb): Mit zwei Neuzugänge begann Hansa sein erstes Heimpflichtspiel der Saison 2009/10. Bradley Carnell auf der Position des Linksverteidigers und Kevin Schlitte rechte 081509bild1.jpgAußenbahn im Mittelfeld. Für sie mussten Bastian Oczipka und Marcel Schied auf der Hansa-Ersatzbank Platz nehmen.
Es begann gut für Hansa, erste Chance Kai Bülow nach Freistoß Martin Retov. Doch ein Kopfball verfehlt das Münchner Tor. Nur wenig später Tor für Hansa, Steilpass von Kevin Schöneberg in den Lauf von Kevin Schlitte, dessen Flanke nimmt Tobias Jänicke auf und schießt unhaltbar ein. 1:0 für Hansa. Ein von Hansa vertändelter Ball kommt zu Benjamin Lauth, der trifft völlig unerwartet in 081509bild3.jpgder 19. Spielminute zum Ausgleich 1:1. In der Folgezeit der ersten Halbzeit bestimmen die Gäste aus München weitgehend das Geschehen in der DKB-Arena.. Hansa Keeper Alexander Walke muss mehrfach sein Können unter Beweis stellen, um die Hansa-Kogge vor einem Rückstand zu 081509bild4.jpgbewahren. Dann ist Hansa auch noch gezwungen, seine Verteidigung umzustellen, Orestes scheidet mit einer Zerrung im Oberschenkel aus. Oliver Schröder ersetzt ihn  ab 41. Minute.
Aus der Pause kommt  Hansa mit neuem Spielelan. Sofort Aufregung auf dem Rasen, Kevin Schlitte dringt in den Müchner Strafraum und wird von Jose Holebas umgerissen. Kein Schiedsrichterpfiff (Barak Rafati), dafür aber ein riesiges Pfeifkonzert von den Rängen. Die erste Hansa-Chance bietet sich Kapitän Martin Retov, doch sein Schuss in der 66. Minute geht über das Tor der Münchner. Noch größer die Chance von Kevin Schlitte. Bradley flankt hoch in den 1860-Strafraum, Schlitte kommt zum Kopfball, trifft aber nur die Latte. Der Ball springt zurück, TSV Torwart Gabor Kiraly kann ihn im Nachfassen aufnehmen.
Hansa Trainer Andreas Zachhuber hat dann ein ganz glücklichen Hänchen mit der Einwechslung von Fin Bartels. Der „Joker“ sticht in der 79. Spielminute. Bartels ersprintet einen hohen Ball im Münchner Strafraum, spielt zwei Gegner 081509bild5.jpgaus und markiert unter dem Jubel der Hansa-Fans den Siegtreffer zum 2:1. Etwas glücklich dieser Heimsieg, zumal noch zwei Großchanchen vergeben werden in den Schlussminuten. Zunächst Enrico Kern, seinen Heber kann Kiraly parieren und dann  stürmt Mario Fillinger alleine auf das Münchner Tor zu, kann diese Chance aber auch nicht verwerten. Auch der TSV 1860 München kommt noch zu einer Chance, kann sie aber nicht ins Hansa-Tor platzieren. Es bleibt es beim knappen, glücklichen 2:1 Erfolg für den F.C. Hansa Rostock. Foto (6): P. Bohne
Torfolge: 1:0 Jänicke (7.), 1:1 Lauth (19.), 2:1 Bartels (79.)
F.C. Hansa Rostock: Walke; Schöneberg, Sebastian, Orestes (41. Schröder), Carnell, Bülow, Schlitte (87. Langen), Retov, Fillinger, Jänicke (72. Bartels), Kern.

081509bild6pk.jpgTrainerstimmen; Ewald Lienen, TSV 1860 München: Gratulation zu drei Punkten, für uns ist das Spiel unglücklich gelaufen – es war mehr möglich. Eigentlich hat die Partie keinen Sieger verdient. Nach dem frühen Gegentor sind wir besser ins Spiel gekommen, hatten die höheren Spielanteile, haben es aber versäumt in Führung zu gehen. Die größeren Chancen hatten wir, dann aber häuften sich Fehler in unserem Spiel und Hansa gelang der Siegtreffer.
Andreas Zachhuber, F.C. Hansa Rostock: Wir sind in den ersten 15 Minuten gut ins Spiel gekommen und hatten schon vor dem 1:0 eine große Chance, in Führung zu gehen. Unerklärlich ist,  warum nach dem 1:0 bei uns der Spielfaden gerissen ist. Glück, dass wir nicht noch vor der Pause in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft Reaktion auf dem Rasen gezeigt und auch dank der tollen Unterstützung der Fans das Spiel noch gewonnen. Sicherlich ein glücklicher Sieg. Dank an die Fans, die uns so großartig unterstützt haben. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, aber ich bin überzeugt, dass sich die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf steigert.