Die gewählten Unternehmensvertreter der Wirtschaft Westmecklenburgs tagten am Mittwoch, 04.07.2007, in der Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH Wittenburg.

Vor allem die EU-Strukturfondspolitik stand im Mittelpunkt der Diskussion. Als Gast konnten die Vollversammlungsmitglieder Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, begrüßen.

Dr. Rudolph betonte das Ziel der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns ’… die Ertragslage der Unternehmen zu stärken und die Wirtschaftskraft des Landes zu verbessern’. Insbesondere die bewusste Entscheidung der Landesregierung, zukünftig eine zentrale Anlaufstelle bei der wegweisenden ESF-Erstberatung von Gründungsinteressierten bei den IHKs und Handwerkskammern des Landes anzusiedeln, wurde durch die Schweriner IHK-Vollversammlung begrüßt. ‚Die Kammern haben ein breites Erfahrungswissen, besitzen Kompetenz und agieren zudem unabhängig und neutral’, begründete der Staatssekretär diese Entscheidung der Landesregierung.

In der sich anschließenden Diskussion fand das Konzept der Landesregierung zur Verwendung der Mittel der Fonds ESF (Europäischer Sozialfond 417 Mio. Euro) und EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung 1,25 Mrd. Euro) sowie dem Fonds ELER zur Entwicklung des ländlichen Raumes (882 Mio. Euro) breite Zustimmung. Demnach soll der Einsatz dieser Mittel von 2007 bis zum Ende der Strukturfondperiode 2013 gesamtstrategisch aufeinander abgestimmt werden. Ziel sei es hier vor allem, mehr Wachstum und Beschäftigung zu generieren. Vor allem die ESF-Mittel sollen mehr auf den ersten Arbeitsmarkt und auf die Steigerung der Innovationskraft der Wirtschaft ausgerichtet werden. Dazu gehört auch die Anhebung der Mittel für die Verbundforschung um 50 Mio. Euro im Vergleich zur vorhergehenden Strukturfondsperiode, um das Forschungspotential im Land mehr auf den Bedarf der heimischen Unternehmen auszurichten.
Jörgen Thiele, Präsident der Schweriner IHK: ‚Die Politik der Landesregierung hinsichtlich des Einsatzes der EU-Strukturfonds ist schlüssig und zielführend. Es kommt jetzt darauf an, eine hohe Effizienz dieser Mittel auch in der tatsächlichen Vergabepraxis zu realisieren. Diese Förderperiode müssen alle Beteiligten als die letzte Chance begreifen, denn nach dem Jahr 2013 wird es keine weiteren Strukturfonds für unser Land mehr geben’.

Einstimmig verabschiedete die Schweriner IHK-Vollversammlung darüber hinaus die Eröffnungsbilanz auf den 01.01.2006 sowie den Bauwirtschaftsplan zum Projekt „Ludwig-Bölkow-Haus der Wirtschaft’.

Darüber hinaus wurden durch die Vollversammlungsmitglieder drei Unternehmensvertreter Westmecklenburgs in die Vollversammlung der IHK zu Schwerin kooptiert:

Kai Oliver Hagen, geschäftsführender Gesellschafter,
Vielanker Brauhaus GmbH, Vielank/Dömitz, Landkreis Ludwigslust,

Dr. Wolfgang Teege, Werksleiter,
Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH Wittenburg, Landkreis Ludwigslust,

Dr. Karl-Josef Werner, geschäftsführender Gesellschafter,
Hydraulik Nord GmbH, Parchim, Landkreis Parchim.

Den Abschluss dieser Vollversammlung bildeten die Ausführungen des Werksleiters der Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH Wittenburg, Dr. Teege, zur Entwicklung des Unternehmens sowie ein Betriebsrundgang. Eindrucksvoll wurde die Leistungsfähigkeit des Produktionsstandortes, an dem heute 650 Beschäftigte arbeiten, dargestellt.