Der Kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Vierkant, hat vor dem Hintergrund des heutigen Gespräches des Kultusministers Henry Tesch mit den Spitzenvertretern der Kommunen über die Zukunft der Theater dazu aufgerufen, einen ehrlichen Dialog über die Sicherung der Theaterlandschaft zu führen.JVierkant„Wir wissen alle, dass das Land künftig mit weniger Geld aus dem Solidarpakt II und den EU-Fonds auskommen muss. Deshalb ist es schon ein wichtiges Signal, dass die Landesregierung vor einem Jahr zugesichert hat, die Unterstützung des Landes für die Theater und Orchester in Höhe von jährlich 35,8 Mio. Euro für die kommenden 10 Jahre festzuschreiben. Diese Gelder müssen nun auch im neuen Finanzausgleichsgesetz festgeschrieben werden. Dann gibt es für alle Beteiligten die notwendige Planungssicherheit.

Wir wissen, dass es schöner wäre, wenn das Land seinen Anteil an der Theaterfinanzierung erhöhen könnte. Dazu gibt es allerdings keinen Spielraum. Deshalb muss nun alles getan werden, um mit den vorhandenen Ressourcen so umzugehen, dass an allen heutigen Standorten weiter Theater in hoher Qualität stattfinden kann. Dazu liegt ein Vorschlag der Landesregierung auf dem Tisch der hilft, die Diskussion bei Theaterträger und Handelnden zu konkretisieren. Es handelt sich um Empfehlungen, wie eine künftige Theater- und Orchesterstruktur aussehen könnte. Das war längst überfällig.

Das Land kann in dem ganzen Prozess nur moderierend wirken, denn das Land ist nicht Träger der Theater und Orchester. Deshalb hat das Land auch keine direkten Entscheidungskompetenzen für strukturelle Veränderungen. Ich rufe alle Beteiligten zu einer ehrlichen und konstruktiven Diskussion auf. Keiner sollte sich dem Dialog verweigern. Dies gilt ausdrücklich auch für die demokratische Opposition im Landtag“, so Jörg Vierkant.