„Schwerin sucht Knöllchen-Verteiler“ – so titelte heute die „Schweriner Volkszeitung“ in ihrem Bericht über die neue Konzeption zum Ordnungsdienst der Landeshauptstadt und weckte damit Hoffnung bei vielen Arbeitslosen.

„Wir hatten jede Menge Anrufe. Es standen sogar einige potentielle Bewerber gleich vor der Tür. Leider mussten wir den Bürgerinnen und Bürgern mitteilen, dass sie einer unzutreffenden Berichterstattung aufgesessen sind, die falsche Hoffnungen weckt. Die Stellen können gegenwärtig leider nicht durch Bewerber von außen, sondern nur verwaltungsintern  besetzt werden“, hieß es heute aus dem städtischen Ordnungsamt.

Das Konzept zum Ordnungsdienst der Landeshauptstadt, das am Dienstag (8. September)
dem Hauptausschuss der Stadtvertretung vorgelegt wurde und jetzt zunächst in den Gremien der Stadtvertretung beraten wird, bildet das Kernstück eines Aktionsprogramms für ein sauberes und sicheres Schwerin. „Es geht dabei um eine generelle Neuausrichtung des Ordnungsdienstes“, stellt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow klar. Die personelle Aufstockung um sieben Stellen soll ab 2010 mit dem Ziel erfolgen, die Präsenz des Ordnungsdienstes auch außerhalb der Innenstadt deutlich zu erhöhen. Gegenwärtig arbeiten beim 2003 als Modellprojekt gegründeten Ordnungsdienst nur noch 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ursprünglich waren es 42.  „Wir wollen das Personalproblem auch durch Ausbildung junger Leute lösen, die wir nach der Ausbildung als Fachkräfte in den Ordnungsdienst übernehmen. Damit bekommen wir in diesem Bereich  auch eine personelle Verjüngung hin. Die ist dringend erforderlich, da der Altersdurchschnitt gegenwärtig  bei fast 50 Jahren liegt“, so die Verwaltungschefin.

Die bessere Personalausstattung, die zu Mehrausgaben in Höhe von jährlich 227 000 Euro führen wird,  soll dem Ordnungsdienst  ermöglichen, sein gesamtes Aufgabenspektrum besser zu erfüllen.  „Es geht eben nicht nur um Falschparker, sondern auch um Graffitibekämpfung oder die Einhaltung des Jugend- und Nichtraucherschutzes in Gaststätten und Discotheken. Es geht um die Ahndung von Baumfrevel, ruhestörenden Lärm und die Sicherheit von Baustellen, die kontrolliert werden muss.“  Mit der Umsetzung soll Anfang 2010 schrittweise begonnen werden.