Als Höhepunkt der sozialistischen Baukultur in seiner klarsten Form und als Anlaufpunkt für Neuanfänger ragen die Wohnhäuser des Typs Plattenbau im Schweriner Stadtteil Großer Dreesch über die Fassade der Stadt. Doch so wie man ihn heute kennt war er nicht immer. Vor beginn der Bebauungsoffensive durch die DDR war das Gebiet des heutigen Großen Dreesch geprägt durch ödlandähnlichen Boden zwischen dem Stadtkern Schwerins und dem sich gerade entwickelnden Industriegebiet Schwerin Süd. Ziel war es sich lange Verbindungswege zwischen diesen beiden Punkten zu sparen und die Erweiterung der schon bestehenden Wohngebiete Lankow und Weststadt zu erweitern. Bereits zwölf Jahre nach der Grundsteinlegung am 11. November 1971 wurde aus dem Großen Dreesch ein florierendes Wohngebiet mit zahlreichen Schulen, Supermärkten und vielen anderen Geschäften. Zusätzlich gibt es eine sehr guten Anbindung an das Schweriner Verkehrsnetz, sogar für die gesundheitliche Versorgung der Bewohner wurde 1977 in form einer Poliklinik gesorgt. Ein weiteres Highlight aus Wirtsschaftlicher Sicht ist das Verlags-und Druckereigebäude der SVZ das mit Beginn des Projektes Großer Dreesch immer mehr an Bedeutung gewonnen und sich zu der dominierenden Lokalzeitung innerhalb Schwerins entwickelt hat und sogar in den umliegenden Gemeinden die Vormachtsstellung als dominierende Zeitung besitzt. Der Große Dreesch bietet die Möglichkeit für sozial Schwächere oder/ und besonders für junge Menschen ein billiges aber trotzdem ansprechendes Lebensumfeld zu finden.