„Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte, aber nicht, wenn Ihr dabei seid.“ Mit diesen Worten begrüßte Anke Fischer, Schulsozialarbeiterin an der Gutenberg-Schule, am Donnerstag (31. Januar) im Stadtteilbüro Neu Zippendorf Schüler der 7. bis 9. Klasse der Gutenberg-Schule und der Astrid-Lindgren-Schule.

StreitschlichterSie hatten im Oktober 2007 begonnen, sich mit rechtlichen und psychologischen Grundlagen der Streitschlichtung zu beschäftigen und nahmen an einem Wochenend-Crashkurs in Damm (bei Parchim) teil, um sich intensiv zu informieren, in Rollenspielen zu trainieren und am Ende mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung ihr Wissen unter Beweis zu stellen. „Das war einfach geil“, brachte es Kevin Feddern aus der Astrid-Lindgren-Schule auf den Punkt und fügte hinzu: „Das sind Erfahrungen fürs Leben, die wir da gesammelt haben und die wir künftig nutzen wollen.“ Das bedeutet, dass die Schüler in Konfliktsituationen zwischen den „Streithähnen“ vermitteln wollen. Ihre Hofpausen, in denen sie offizielle Sprechzeiten haben, dürften künftig alles andere als ruhig sein. Aber das ist für die jungen Leute okay, denn sie wissen, worauf sie sich eingelassen haben. Schließlich erfolgte auch die Ausbildung in ihrer Freizeit. Einmal im Monat treffen sie sich mit den „alten Hasen“, die schon länger als Streitschlichter aktiv sind, um Erfahrungen auszutauschen. Und wenn doch mal guter Rat teuer ist, dann haben sie immer ihre Schulsozialarbeiterin an ihrer Seite. Lehrer nutzen die Nachwuchsmediatoren auch im Unterricht und haben mit ihrer Hilfe schon das Klassenklima verbessern können. Dieses durch den Verfügungsfonds „Soziale Stadt“ geförderte Projekt setzt eine gute Tradition an beiden Schulen fort.