Schwerin
(pb): Der Schneefall gestern und der heutige Tag (Foto) haben es wieder
eindrucksvoll gezeigt, ohne Winterreifen erwischt es die Autofahrer eiskalt. Eigentlich
sollte man rechtzeitig auf Winterbereifung an seinem Pkw umrüsten. Bekanntlich verlieren
Sommerreifen bereits ab sieben Grad Celsius ihre optimalen Fahreigenschaften, sie
verhärten und ihre Profilklötze werden steif und können sich nicht mehr wie
erforderlich sicher mit dem Untergrund verzahnen. Deshalb sollte nicht erst ab Schneefall
umgerüstet werden, sondern bereits im Monat Oktober. Auch das Argument, mit Winterreifen
kann ich nicht mehr so schnell wie mit meinen Sommerreifen fahren, zählt heute nicht
mehr. Moderne Winterreifen gestatten je nach Modell Geschwindigkeiten bis zu 240 km/h. Sie
sind damit allemal schnell genug, um bei guter Witterung, trockener Fahrbahn und bester
Sicht gut und schnell voran zu kommen. Zwar gibt es in Deutschland (noch nicht) keine
Winterreifenpflicht, doch ist man selbst schuld, trägt man auch den eigenen (Blech-)
Schaden selbst, und der ist meist teurer als ein Satz Winterreifen. Auch kann die
Kaskoversicherung ihre Leistung um 20% mindern, weil man im Winter nicht auf Winterreifen
unterwegs war (Landgericht Trier, ZfS 06/87). In einigen Ländern wie Schweden und
Finnland herrscht ohnehin Winterreifenpflicht.
Außerdem
herrscht in Deutschland von Mitte November bis Ende Februar täglich Frost- und damit
Eisglättegefahr. Winterreifen sind ab sieben Grad Plus im Vorteil, wenn es um sichere
Fahreigenschaften geht. Somit beginnt die Winterreifenzeit im Oktober und endet im erst
Ende März. Der Trend zum Winterreifen wird zunehmend vom deutschen Autofahrer realisiert.
So wurden 1999 noch 17,5 Millionen Winterreifen verkauft, 2002 waren es bereits 18,5
Millionen. Von 44% stiegt der Anteil deutscher Autofahrer, die Winterreifen montierten auf
46% im Winterhalbjahr 2002/03. Entsprechend einer Prognose des europäischen Marktführers
Continental wird sich die Absatzzahl der Winterreifen 2005 auf rund 20 Millionen
vergrößern. Besonders starke Nachfragesteigerungen gibt es bei Winterreifen mit dem
Geschwindigkeitskennziffern H (frei bis 210 km/h) und V (bis 240 km/h), während sich die
Verkäufe von Winterreifen bis 190 km/h auf hohem Niveau stabilisieren.
"Es
gibt immer noch Autofahrer, die mit der Montage ihrer Winterreifen auf den ersten Schnee
oder das erste Glatteis warten", erläuterte Markus Burgdorf, Pressesprecher des
Winterreifen-Marktführers Continental AG das Umrüstverhalten der Bundesbürger. Gerade
die beiden letzten Tage im Nordosten Mecklenburgs, aber auch bundesweit auf den Autobahnen
haben wieder deutlich gemacht, wer jetzt bei den herrschenden winterlichen Bedingungen
noch auf Sommerreifen unterwegs ist, handelt grob fahrlässig. Schlimm, dass wie es sich
jetzt zeigte, gerade die Vielfahrer auf den Bundesautobahnen so gut wie überhaupt nicht
auf Winterreifen umgerüstet haben. Eine überwiegende Anzahl Lkw ist auf Sommerreifen im
Einsatz, sie können nicht mehr anfahren, stellen sich quer und blockieren die Fahrbahn,
sind häufig auch Unfallverursacher. Geländewagen-Fahrer sollten sich auch nicht auf ihre
grobstolligen Bereifungen verlassen, gerade hier sind 4x4 Winterreifen unablässig.
Continental bietet eine breite Palette Winterbereifung für Vans und Transporter mit dem
VancoWinterContact an, und der Conti4x4WinterContact bietet speziell für allradgetriebene
Fahrzeuge beste Haftung auf glatten Fahrbahnen und im Tiefschnee.
Fazit: Das Fahren im Winter verlangt Umsicht,
Grundvoraussetzung die rechtzeitige Montage von Winterreifen. Zwischen November und Ende
März ist Winterreifenzeit, dabei sind Winterreifen an allen Radpositionen zu montieren.
Mindestens vier Millimeter Restprofiltiefe sollten gebrauchte Winterreifen noch aufweisen.
Auch ist ein Aufkleber mit der zulässigen Geschwindigkeit im Sichtfeld des Fahrers
anzubringen (wenn die maximal zulässige Reifengeschwindigkeit niedriger als die maximale
Fahrgeschwindigkeit des Autos ist). Fahren im Winter heißt auch, Sicht frei - alle
Scheiben von Schnee und Eis vor Fahrtantritt befreien. Bei Nebel und starken Schneefall
(Sichtweite unter 50 Meter) Nebelschlussleute einschalten und Höchstgeschwindigkeit 50
km/h einhalten. Leider noch viel zu häufig anzutreffen, Autofahrer die mit 100 km/h oder
mehr über die Autobahn donnern, obwohl sie ihre Nebelschlussleuchte wegen zu geringer
Sicht eingeschaltet haben. Oder solche Fahrer, die bei freier Sicht noch viele Kilometer
mit eingeschalteter Nebelschussleuchte den nachfolgenden Verkehr blenden, obwohl sie doch
eigentlich eine gelbe Anzeigenleuchte im Cockpit an die eingeschaltete Nebelschlussleuchte
erinnern sollte. Foto (3): Continental (1); P. Bohne (2)