Schwerin (WG): Schwerin mußte dieses Spiel unbedingt gewinnen, um das korrigierte Saisonziel, den 5. Tabellenplatz zu erreichen, noch zu realisieren. Das ist nach großem Kampf auch gelungen, obwohl man es sich selbst wieder einmal schwer machte. Ulm verspielte damit wohl die letzte Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Der SSC verstand es heute, ein schon fast verloren gegangenes Spiel doch noch umzudrehen und endlich mal wieder einen Sieg in der Meisterrunde zu erringen.
1. Satz: Schwerin ging schnell mit 9:5 in Führung und konnte diesen Vorsprung halten. Über die Stationen 15:11; 20:18 wurde dieser Satz sicher mit 25:20 gewonnen.
2. Satz: Dieser Satz war der spannendste des gesamten Spiels. Ulm ging zwar 3:0 in Führung, doch der SSC war beim 4:4 wieder dran. Nun wechselte ständig die Führung, ohne daß sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beim 13:17 sah es nach einer sicheren Sache für Ulm aus. Doch Schwerin kämpfte sich wieder heran und ging selbst mit 20:18 in Führung. Leider verstand es der SSC mal wieder nicht, eine Entscheidung herbeizuführen. Beim 25:25 war wieder alles offen. Durch Fehler von Linda Dörendal und Tina Gollan ging der Satz mit 25:27 verloren.
3. Satz: Hier hatte man den Eindruck, Schwerin war auf dem Parkett nicht anwesend. Man lief im gesamten Satz einem deutlichen Rückstand hinterher. Über 5:10; 10:16; 15:19; 20:18 hatte dann Ulm beim 24:20 Satzball. Durch einen wiederholten Annahmefehler von L. Dörendal ging dieser Satz mit 20:25 verloren.
4. Satz: Schwerin machte von Anfang an Druck, um den Tie-Break zu erreichen. Ulm fand nie zu seinem Spiel und so konnte der SSC schalten und walten, wie er wollte. So war es nur folgerichtig, daß es der besten SSC-Spielerin (Angela Krivarot) vorbehalten war, das 25:15 zum Satzgewinn zu vollenden.
5. Satz: Wieder einmal mußte der Tie-Break entscheiden. Die ca. 300 Zuschauer sahen dem mit gemischten Gefühlen entgegen, denn der SSC konnte in der Meisterrunde noch keinen Tie-Break gewinnen. Bis zum 4:4 war es noch ausgeglichen, doch dann konnte sich Schwerin langsam absetzen. Beim 8:5 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Nun ließ sich der SSC nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Wieder einmal mehr war es Angala Krivarot, die das entscheidende 15:9 markierte.
Schwerin spielte mit: Krivarot, Weiß, Schlüter, Gollan, Wolf, Müller, Dörendal; Shumeyko, Schulz, Bimberg