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Job-Parade: Arbeitsminister diskutiert mit jungen Leuten

Geschrieben am 28.04.04 um 21:09


Politik muss Wirtschaft für Ausbildung interessieren

Bei der inzwischen siebten Job-Parade am 1. Mai 2004 in Schwerin wird Helmut Holter, Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung, mit jungen Teilnehmern über Arbeit und Ausbildung diskutieren. Gemeinsam mit Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord, stellt sich der Minister ab 10 Uhr den Fragen der Jugendlichen. Treffpunkt ist der Wagenkorso am Pfaffenteich (Ecke Mecklenburgstraße/Friedrichstraße).

"Zu Ausbildung und Lehrstellenabgabe gibt es derzeit eine Menge Streit", so Holter. Der aktuelle Berufsbildungsbericht 2004 zeige, wie sehr Angebot und Nachfrage trotz aller Appelle an die Wirtschaft auseinander liegen: In diesem Frühjahr wurden 25.000 Lehrstellen weniger als im vorigen Jahr gemeldet - aber die Zahl der Bewerber stieg um drei Prozent. "Diese Situation ist inakzeptabel", betonte der Minister. "Den Unternehmen muss daran liegen, sich ihren Fachkräftenachwuchs selbst zu sichern." Nach Holters Worten besteht in den kommenden Jahren in vielen Branchen des Landes - von Tourismus, Schiffbau, Landwirtschaft, Ernährungsindustrie und Gesundheitswirtschaft bis zur Biotechnologie - ein Bedarf an Fachkräften.

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes bildet nur noch ein Viertel aller Betriebe aus. In den vergangenen sechs Jahren ist die Anzahl der betrieblichen Ausbildungsplätze um 25 Prozent zurückgegangen, wobei der Rückgang des Angebots an Ausbildungsplätzen stärker war als der allgemeine Beschäftigungsrückgang. Entsprechend gestiegen ist der Anteil der von Bund und Ländern finanzierten Ausbildung - in Mecklenburg-Vorpommern seit 1998 von 30 auf 38 Prozent. Von Jahr zu Jahr wurden im Nordosten mehr öffentliche Mittel für die Bekämpfung der Ausbildungsnot aufgewandt - insgesamt 2,5 Milliarden Euro seit 1990.


 
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