Armin Kremer beklagt fehlende PS
Nach der ersten Tageswertung der "Rally of Canberra" belegt der Friedrichsruher Armin Kremer Platz 3 der APRC-Wertung und wird auf Rang 8 der Gesamtwertung geführt. Aus Canberra berichtet Peter Bohne.
Canberra (pb): So recht nach den Vorstellungen des amtierenden Asien-Pacific Champion Armin Kremer verlief der Auftakt in die APRC-Serie 2004 mit der ersten Tageswertung der Rally of Canberra wirklich nicht. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung (WP) nahm ihm der zweifache APRC-Sieger (2001/02) Karamjit Singh (MAL/Proton Pert) 7,8 Sekunden ab. Kremer, der 2 min. hinter Singh startete, klagte über stehende Staubwolken in der WP und war mit der Motorleistung seines neuen Mitsubishi Lancer Evo bei weitem nicht zufrieden. Träges Drehmoment lahmte seinen gewollten Vortrieb auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung. Hinzu kam, die befürchteten Probleme mit den MRF-Reifen traten permanent auf. So waren Armin Kremer und sein Co-Pilot Timo Gottschalk gezwungen, zwischen Ziel WP 4 (27,53 WP-km) und Start zur WP 5 (20,31 km) die Räder von hinten nach vorne zu wechseln. Gleiches "Spielchen" ein zweites Mal zwischem WP 8 und 9 (Foto). Nur so konnten sie die Traktion ihres Lancer einiger Maßen aufrechterhalten. Armin Kremer beim Service nach WP 6: "Es fehlt absolut an Motorleistung. Irgendwo ist der Wurm drin - noch weis keiner die Ursache". Kremers Rückstand auf den führenden Proton-Piloten Karamjit war derweil auf fast eine Minute angewachsen. Der Mitsubishi von Geof Argyle (NZ) sprang beim morgendlichen Start nicht an und APRC-Mitwettbewerber Nico Caldarola (I) musste seinen Subaru Impreza in WP 7 abstellen. Bis zur WP 3 führte Singh, neuer Leader ab WP 4 Dean Herride (AUS/Subaru) bis zur letzten WP der ersten Tageswertung. Armin Kremer, der sich auf Rang 7/8 der Gesamtwertung ein pegelte (dritter der eingetragenen APRC-Starter 2004), verlor hier den vierten Gang seines Mitsubishi Lancer Evo 8. Folge: MRF-Teampartner Katsuhiko Taguchi schob sich vor Kremer auf Platz 6. Beim Schlussservice (45 min.) der ersten Tageswertung wurde Kremers Getriebe vom Personal des Einsatzteams Race Torque (Perth/ Australien) gewechselt. Fünf Servicekräfte schraubten am Auto, so das Kremer noch pünktlich zur Schluss-Zeitkontrolle fahren konnte. Armin Kremer: "Der heutige Tag brachte uns doch mehr Probleme als wir mit dem neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 erwarteten. Es fehlt absolut an Motorleistung und zur letzten heutigen WP habe ich auch noch den vierten Gang verloren. So konnten wir die Zeiten der Favoriten nicht mitfahren." Am morgigen Sonntag sind weitere fünf Wertungsprüfungen (106,33 WP-Kilometer) zu absolvieren. Restart ab 7:00 Uhr, Zielankunft ab 14:18 Uhr Ortszeit.
Foto (3): P. Bohne
Zwischenergebnis nach 9 von 14 WP (inoffiziell):
1. Herridge/Macneall (AUS/NZ), Subaru Impreza WRX Sti,, 1:54:07,4 h 2. Arai/Sircombe ((J/NZ), Subaru Impreza WRX Sti, 40,6 sec. zurück 3. Crocker/Foletta (AUS), Subaru Impreza WRX Sti, 41,7 sec. 4. Kanges/Rabbett (AUS), Mitsubishi Lancer Evo 7, 42,3 sec. 5. Singh/Oh* (MAL), Proton Pert, 57,3 sec. 6. Taguchi/Starey* (J/AUS), Mitsubishi Lancer Evo 8, 2:10,8 min. 7. Goldsbrough/Moscott (AUS), Subaru Impreza WRX Sti, 2:12,4 min. 8. Kremer/Gottschalk* (D), Mitsubishi Lancer Evo 8, 2:18,6 min. 9. Pedder/Feaver (AUS), Mitsubishi Lancer Evo 6, 3:55,0 min. 10. Atkinson/Atkinson* (AUS), Suzuki Ignis Super 1600, 4:53,2 min. * eingetragene APRC-Starter 2004
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