Das erste Relegationsspiel zum Aufstieg in die 1. Bundesliga Handball gewann Post Schwerin heute Abend gegen den Zweiten der Staffel Süd SV Ludwigsburg/Oßweil mit 34:31 (19:17). Ob das nur drei Tore Polster für das Rückspiel am kommenden Sonntag in Ludwigsburg zum Weiterkommen in die zweite Relegationsrunde wohl reicht ? Die Chancen stehen 50:50, so Gästetrainer Oliver Hess.
Schwerin (pb): Anwurf in der Schweriner Sport- und Kongresshalle hatten in diesem mit viel Spannung erwarteten ersten Relegationsspiel zum Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga die Gäste aus Ludwigsburg. Ihr Rechtsaußen Emin Halac markierte dann auch das erste Tor zum 0:1, Schwerins Kreisläufer Frank Loke glich postwendend zum 1:1 aus. Doch die Gäste bestimmten über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spiel. Ursache mit die frühe Verletzung von Mannschaftskapitän Alexander Ladig, der nach seinen zwei Toren zum 2:2 und 3:2 bereits in der siebten Spielminute mit Nasenbeinbruch ausschied.
Erst in der 22. Minute brachte Frank Løke (Foto) Post mit 13:12 in Führung, Lars Klüttermann erhöhte danach auf 14:12 und mit seinem 5. Tor in diesem Spiel bescherte Klüttermann Post einen ersten drei Tore Vorsprung. Halbzeitstand: 19:17
Der Beginn der zweiten Halbzeit offerierte erste Post-Schwächen; Matthias Günther scheitert am Torwart der Gäste Stefan Doll, Stange hält toll den Gegenangriff mit Torwurf von Daniel Brack (8 Tore) und Klüttermanns Tor wird wegen Schrittfehler nicht gegeben. Adrian Pfahl (8 Tore) verkürzt auf 19:18. Dann kommt Post groß ins Spiel, Klüttermann, 2x Bahr, Melzer, Loke, Preben sind erfolgreich für Post und Schwerin führt 26:20 bzw. nach Gegentreffer von Pfahl und einem weiteren Tor von Lars Klüttermann 27:21 !
Der Post-Fanclub und die 3.840 Zuschauer sahen ihren SV Post Schwerin bereits auf klarer Siegstrecke, doch die Gäste konterten bravourös und kommern beim 29:28 durch Daniel Brack sogar zum Anschlusstreffer. Post hatte sich das Spiel fast aus der Hand nehmen lassen, leider durch sich häufende eigene Fehler. Am Ende konnten die Schweriner Postler froh sein, noch mit 34:31 das Spiel zu gewinnen. Es wurde leider nur ein dünnes Torepolster - ob es trotzdem reicht, wird das Rückspiel in einer Woche in Ludwigsburg zeigen. Foto (2): P. Bohne
Trainerstimmen:
Oliver Hess, Ludwigsburg: Die Ergebnisbewertung fällt mir noch schwer. Beide Teams haben lange nicht zum Spiel gefunden, Halbzeitergebnis dann 19:17. Nach dem 27:22 für Schwerin hat uns Stefan Doll mit einer guten Torwartleistung wieder ins Spiel gebracht. Es war ein enges, Kampf betontes Spiel. Post-Torwart Stange hat heute das Spiel für Schwerin entschieden. Die Chancen für das Rückspiel sehe ich 50:50.
Peter Pysall, Schwerin: Für uns war es schade, dass Alex so früh raus musste (Nasenbeinbruch). Dadurch fehlte unser Linksaußen für die gesamte Spielzeit. In der zweiten Halbzeit hätten wir den Sack zubinden können, aber wir haben durch eigene Fehler die Gäste wieder aufgebaut.
Die Halle in Ludwigsburg ist ausverkauft, 2.200 Zuschauer werden für das Rückspiel am 23. Mai im Stadtteil Oßweil erwartet.
Post spielte mit: Stange, Mayer (ohne Einsatz); Kommoß, Witt (ohne Einsatz), Christ (1), Rauch (verletzt), Vidalen (4), Bahr (3), Obrvan (8/3; zwei 7m vergeben), Ladig (2), Thormann (1), Løke (5), Klüttermann (8), Günther (1), Melzer (1).
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