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Graskarpfen werden abgefischt

Geschrieben am 24.06.04 um 16:04


Tote Fische auf dem Ostorfer und dem Faulen See sind seit einiger Zeit ein Ärgernis für Anwohner und kein schöner Anblick für Ausflügler und Spaziergänger.

Immer wieder gibt es deshalb Anrufe bei der Stadt. Sechs Tonnen der toten Tiere wurden in diesem Jahr bereits abgefischt. Ab der nächsten Woche werden die Mitarbeiter der Schweriner Berufsfeuerwehr einmal wöchentlich die Graskarpfen auf dem Faulen See und zweimal
wöchentlich den Ostorfer See absammeln.

Zur Vorgeschichte:  Bei den toten Fischen handelt es sich im sogenannte Graskarpfen. Diese Amur- oder Silberkarpfen wurden Mitte der 80-er Jahre in die Seen eingesetzt, um als grasfressende Karpfen die Vegetation kurz zu halten. Nun - über 20 Jahre später - sterben diese Karpfen wegen ihres hohen Alters. Das ist ganz natürlich. Da die Tiere im Durchschnitt
6 bis 7,5 kg wiegen, sind selbst hungrige Möwen nicht in der Lage, die toten Fische natürlich zu beseitigen. Die meisten Karpfen sind übrigens bereits im Winter verstorben und werden nun mit den steigenden Temperaturen und Wasserumwälzungen im See nach oben getrieben.

In diesem Jahr ist zu beobachten, dass besonders viele Graskarpfen gestorben sind.
Die Stadt hat deshalb reagiert und alle Beteiligten wie Pächter und Abfallwirtschaft der SDS an einen Tisch geholt, um die Beseitigung der Kadaver zu koordinieren..
Wenn Sie also größere Mengen an toten Fischen entdecken, dann wenden Sie sich bitte an die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) unter den Telefonnummern 6 33 - 16 72 bis 16 75.
Am vergangenen Donnerstag wurden bereits zwei Tonnen Fisch aus dem Ostorfer See geholt. Für Freitag ist ein weiterer Abfischtermin vorgesehen.
Besorgnisse hinsichtlich der Badewasserqualität wegen der Tierkadaver sind nicht begründet. Das Gesundheitsamt prüft die Wasserqualität an der Badestelle alle 14 Tage. Die Ergebnisse werden auf der Homepage der Stadt unter www.schwerin.de veröffentlicht.

 
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