20 Jahre Stadtbibliothek
Geschrieben am 28.07.04 um 22:10
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700 Veranstaltungen mit mehr als 25.000 Besuchern
Am 1. August 1984 wurde die Bibliothek in der Wismarschen Straße 144 - als Teil der damaligen Bezirksbibliothek - der Öffentlichkeit übergeben. Viele Besucherinnen und Besucher und auch Kollegen waren damals skeptisch, ob der Standort in der Wismarschen Straße 144 auf die erhoffte Resonanz in der Bevölkerung stoßen würde. Denn der alte Standort in der Goethestraße 72 (heute Landesbank) lag eigentlich zentraler und damit optimaler. Alle Skeptiker wurden eines besseren belehrt. Die Ausleihen nahmen sprunghaft zu. Bereits 1985 konnte eine Verdoppelung der in den Bibliotheken so beliebten aber auch wichtigen Zahlen der ausgeliehenen Bücher und Besucher registriert werden. Seitdem sind 5 Millionen Medien über die Verbuchungstheke gegangen. Misst man die Leistung der Bibliothek an den Zahlen, so war 1996 das leistungsstärkste und 1990 das leistungsschwächste Jahr. In 20 Jahren fanden mehr als 700 Veranstaltungen im Haus statt, die ca. 25.000 Interessierte besuchten. Wer erinnert sich noch heute an die Zeit vor 20 Jahren? Die Bibliothek erstreckte sich über zwei Etagen und der Perzinasaal war noch nicht fertiggestellt. Die Kinderbibliothek war in der Schlossstrasse 5 untergebracht. Im Vergleich zu den alten Räumen bedeutete der heutige Standort eine wesentliche räumliche Verbesserung. Die Fläche hatte sich fast verdoppelt. Auch die Bedingungen konnten wesentlich verbessert werden.
Langjährige Besucher der Bibliothek wissen, dass es seit 1984 viele Veränderungen gegeben hat: sowohl aus räumlicher Sicht als auch aus fachlicher / inhaltlicher Sicht. Auch nach der Wende konnte die Bestrebung, am Standort Wismarsche Straße 144, Bibliotheksleistungen und -angebote zu bündeln fortgesetzt werden: nun nicht mehr als Bezirksbibliothek, sondern als städtische Einrichtung.
Die Bibliothek in der Wismarschen Straße ist heute die Hauptstelle der Stadtbibliothek. Hier konzentrieren sich spezielle Bestandsangebote sowie zentrale bibliothekarische Dienste. Der Standort ist vernetzt mit den beiden Zweigbibliotheken. Alle drei Einrichtungen haben ihre spezifische Aufgabe im konkreten Umfeld und ergänzen sich. Darüber hinaus können Mitglieder unabhängig vom Standort auf das Gesamtangebot der Bibliothek zurückgreifen.
20 Jahre im Schnelldurchlauf:
1984 1. August: Eröffnung der Bibliothek in der Wismarschen Straße 144
1989 Einweihung des nach mehrjähriger Sanierung fertiggestellten Perzinasaales
1990 die *Zentrale Einarbeitung" zieht von der Mecklenburgstraße in die Wismarsche Straße
1991 Einrichtung der *kleinen Galerie" für Ausstellungen und Lesungen
1992 Schwerin erhält eine *amerikanische Bibliothek" als Schenkung
1994 Start der Videoausleihe
1995 die Kinderbibliothek zieht aus der Schlossstraße 5 in die
Wismarsche Straße
1996 die Bibliothek beginnt mit der elektronischen Erfassung ihrer Medien
1997 die Phonothek erhält neue Räume im 3. Obergeschoss
ein Bestand an CD-ROM wird aufgebaut
1998 die Benutzer können in der Bibliothek nun auch im Internet surfen: drei Internetrechner stehen für die Benutzer zur Verfügung
Eine durch Frau Feldtmann, Hamburg, initiierte Spendenaktion ermöglicht die Fertigstellung der Wandleuchten im Perzinasaal
1999 die Ausleihverbuchung wird umgestellt und erfolgt computergestützt
2000 Wir sind drin: Internetauftritt der Stadtbibliothek
www.stadtbibliothek-schwerin.de
2001 Einrichtung des Web-Opac: die Benutzer können nun online im Katalog der Stadtbibliothek recherchieren und selbständig Verlängerungen der Leihfrist vornehmen oder Vorbestellungen tätigen
Start der Ausleihe von DVDs
2002 Umfangreiche Baumaßnahmen werden durchgeführt: Schwammsanierung im Dachgeschoss und Sanierung des 4. OG
Reinigung der Fassade
2003 Beginn des Einbaus eines Aufzugs
Einzug der BUGA GmbH im sanierten 4. Obergeschoss
2004 ein neues Bibliothekssystem wird eingeführt und Sanierungsarbeiten
im Seitenhaus des Erdgeschosses
Der Aufzug wird in Betrieb genommen
BU: Heidrun Hamann, Dirktorin der Stadtbibliothek
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