Zum WM-Lauf Rallye Deutschland (20. - 22. August 2004) wird der Mecklenburger Armin Kremer erstmalig nach 1 ½ Jahren Engagement außerhalb Europas wieder seine Visitenkarte auf deutschen Boden abgeben. Der dreifache deutsche Rallyemeister, Europameister und Champion der Asien-Pacific- Rallye-Meisterschaft 2003 startet mit einem angemieteten Toyota Corolla WRC.
Severin/Schwerin (pb): Toyota hat sich nach vielen erfolgreichen Jahren zwar 1999 werkseitig aus der Rallye WM-Szene zu Gunsten des Formel 1-Projektes zurückgezogen, doch wurde das letzte aktuelle Sportgerät, der Toyota Corolla WRC von engagierten Tuningbetrieben bis zum heutigen Zeitpunkt stets weiterentwickelt. Das 300 PS Fahrzeug mit Allradantrieb entspricht derzeitig weitgehend noch immer dem Stand der aktuellen Werks-WRC von Ford, Mitsubishi, Peugeot, Subaru und Skoda und Ford. Mit einem Toyota Corolla WRC (Foto) fuhr Armin Kremer (Friedrichsruhe) zum EM-Titelgewinn, an seiner Seite im Jahre 2001 der Polizei Hauptkommissar Fred Berßen. Der Berliner wird an der Seite von Armin Kremer die Rallye Deutschland in Angriff nehmen, das Team Kremer/Berßen bestreitet ist mit Startnummer 18 die drei Tagesetappen des deutschen WM-Laufes.
Nach dem Gewinn des Asien-Pacific-Rallye-Championas im Jahre 2003, wo Kremer diesjährig erfolgreich nach drei Wertungsläufen in Australien, Neu Kaledonien und Neuseeland als "Halbzeitmeister" geführt wird, ist nun vom 36jährigen Mecklenburger ein Auftritt in Deutschland zum 10. WM-Lauf der Saison 2004, der "OMV ADAC Rallye Deutschland" geplant.
Dazu Armin Kremer (Foto): "Uns ist bewusst, dass wir mit diesem Fahrzeug normalerweise nicht mit den aktuellen Werksautos mithalten können. Trotzdem sind wir hoch motiviert, bei dieser Deutschland-Rallye gut abzuschneiden".
Neben den fünf WRC-Werkteams von Subaru (mit dem amtierenden Weltmeister Petter Solberg (N), Citroën (mit den 2fachen Deutschland-Sieger Sebastian Loeb (F) und Publikumsliebling Carlos Sainz (E), Peugeot, Ford und Mitsubishi, sind weitere hochgradige Teams am Start. So das Skoda WRC-Werksteam mit Armin Schwarz (D, Startnummer 11), Toni Gardemeister (FIN) und Roman Kresta (beide Skoda Fabia WRC). Zum großen Bedauern der deutschen Rallyefans (im Vorjahr wurden in der Region um Trier, Baumholder und St. Wendel über 268.000 Zuschauer registriert), hat der vierfache deutsche Rallyemeister und Skoda-Werksfahrer Matthias Kahle keine Startchance zum heimischen WM-Lauf erhalten. Nach Aussage von Skoda Deutschland macht es keinen Sinn den Görlitzer mit dem Octavia WRC aus der DRM im WM-Lauf starten zu lassen und noch ein weiterer Fabia WRC kann aus finanziellen Gründen nicht eingesetzt werden.
Am Start sind 93 Teams aus 22 Nationen, auch Kremers großer Konkurrent in der APRC-Serie, Karamjt Singh (MAL/Proton Pert) hat genannt. Zum Duell in Deutschland aber kommt es nicht, Singh startet in der seriennahen Gruppe N, Kremer in der Gruppe A der verbesserten World Rally Cars (WRC). Zur Zielsetzung des Teams Kremer/Berßen sagt Driver Armin Kremer: "Ins Ziel kommen nach den drei anspruchsvollen Tagesetappen mit einer bestmöglichen Platzierung".
An den drei Wertungstagen Freitag, Sonnabend und Sonntag (20.-22.08.) sind 24 Wertungsprüfungen zu absolvieren. Ehrenstart Donnerstag 20:00 Uhr in Trier an der Porta Nigra, Start Freitag 09:00 Uhr am Bostalsee, hier ist auch der zentrale Servicepark. Sonnabend sind die berühmt, berüchtigten WP auf dem Truppenübungsplatz Baumholder zu absolvieren. Zum Etappenabschluss Sonnabend und Sonntag als WP 17 und WP 24 "Superspezial St. Wendel"(6,24 km Rundkurs). Zielankunft Sonntag ab 15:30 Uhr Porta Nigra in Trier.
Foto (2): P. Bohne
|