'Tag des offenen Denkmals' am 12. September im Zeichen Demmlers
Geschrieben am 09.09.04 um 19:07
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Ganz im Zeichen Georg Adolph Demmlers steht der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 12. September in Schwerin.
Anlässlich des 200. Geburtstages des Hofbaumeisers können in diesem Jahr unter anderem das ehemalige Wohnhaus und die Familiengrabstätte von Demmler besichtigt werden. In der Landeshauptstadt und vielen anderen Städten Europas werden an diesem Tag alte Häuser und Baudenkmäler für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Landeshauptstadt beteiligt sich seit 1993 an dieser Aktion. Seitdem wurden in jedem Jahr zahlreiche denkmalgeschützte Objekte in der Stadt vorgestellt, die sich entweder in der Sanierungsphase befanden oder den Bürgern nicht zugänglich waren. Koordiniert werden die Aktivitäten durch das städtische Amt für Bauen, Denkmalpflege und Naturschutz. Denkmalpfleger der Stadt und private Eigentümer werden vor Ort die Fragen der Besucher beantworten und die Führungen leiten.
Alter Friedhof Schwerin Demmlergrabkapelle
Es handelt sich hier um die Familiengrabstätte für den Hofbaurat Georg Adolph Demmler (1804-1886) und seine Frau Henriette. Sie wurde von Demmler entworfen und ist 1863, als erste Grabkapelle auf dem neugeweihten Friedhof, in Gestalt eines Freimaurer-Tempels unter Bezugnahme auf die Freimaurersymbolik errichtet worden. 1864 wurde seine Frau und 1886 Demmler selbst in der Kapelle beigesetzt. Der Sandsteinkubus einschließlich der Freimaurersymbolik verleiht der Kapelle überregionale Bedeutung. Sie ist das einzig bekannte Beispiel einer Grabkapelle dieser Art in Deutschland und Europa.
Es besteht die Möglichkeit der Besichtigung der Kapelle zu jeder vollen Stunde (10.00,11.00,12.00,13.00,14.00 und 15.00 Uhr) Des weiteren werden zum *Tag der Ruhe", welcher ebenfalls am 12. September 2004 auf dem Alten Friedhof stattfindet, thematische Rundgänge auf dem Friedhof angeboten.
Arsenalstr.10/Mecklenburgstr.1 ehemaliges Wohnhaus des Hofbaumeisters G.A. Demmler
Das Wohnhaus wurde 1842/43 als dreigeschossiger Mauerwerksputzbau errichtet. Als Eckgebäude konzipiert, gliedern Türme und Risaliten den Baukörper. Diese waren ursprünglich in den Obergeschossen durch Wintergärten verbunden. Zum Ende des 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts wurde das Haus durchgreifend umgebaut, so dass Fassadengestaltung und Treppenhaus im Wesentlichen unverändert blieben.
Es finden zwei Führungen um 11.00 und 14.00 Uhr statt.
Dr.-Hans-Wolf-Str.46 Wohnhaus
Das Wohnhaus wurde 1927 erbaut. Es handelt sich hier um ein seriell vorgefertigtes *Stahlhaus Primus" der Leipziger Firma Braune & Roth. Diese war sonst im Tresorbau tätig. Die Firma entwickelte diesen Typ des Fertigteilhauses unter dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit. Durch die vorzufertigenden und leicht montierbaren Bauteile sollten Kosten im Bereich Material und Bauzeiten eingespart werden. Das Besondere des Hauses sind seine mit Stahlplatten verkleideten Fassaden. Es wurde in Schwerin nur einmal gebaut.
Das Gebäude ist in den Zeiten zwischen 10-12 Uhr und 14-17 Uhr zu besichtigen.
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