Schwerin (pb): Im Auftaktspiel unterlag der FC
Eintracht Schwerin den Gästen aus Polen klar mit 3:0 (1:0). Widzew Lodz war in der 9.
Spielminute in Führung gegangen, die zwei weiteren Treffer fielen in der 12. und 18.
Minute. Schwerin hatte zwar ein/zwei Chancen zum Torerfolg, ein Treffer aber gelang der
ohne ihren Torjäger Steffen „Benno“ Benthin (verletzt) antretenden Eintracht
nicht.
Beim 5:4 (2:1) der beiden Bundesligisten Werder Bremen und FC Hansa
Rostock konnte Hansa nie in Führung gehen. Zwar gelang dreimal der Ausgleich (1:1/8.),
2:2/14.) und 3:3/16.), doch dann enteilte Werder auf 5:3 (19. min.) Hansa glückte noch
der Anschlusstreffer zum 5:4 durch Dietmar Hirsch in letzter Minute, dann aber war die
Zeit bis zum Abpfiff zu kurz, um nochmals den Ausgleich zu schießen.
Da Energie Cottbus 5:2 gegen Lodz gewonnen hatte, mussten die
Schweriner in ihrem letzten Vorrundenspiel Cottbus mindesten mit 4:0 bezwingen, um noch
ins Halbfinale zu kommen. Und Eintracht legte so los, dass es die 5.200 Zuschauer voll
begeisterte. 1:0 durch Holm Kraska (2.min.), 2:0 Mathias Pronhagen (4.), 3:0 Andreas Beck
(6.) und sogar das zum Weiterkommen erforderlich 4:0 fiel noch in der 6. Spielminute,
Andreas Beck war wiederum der Torschütze. Mit 4:0 wurden die Seiten gewechselt und leider
auch der bisherige Spielverlauf. Nun war der Bundesliga-Vertreter aufgewacht, innerhalb
von fünf Minuten (11. bis 15. min.) schafften die Lausitzer den Ausgleich zum 4:4. Aus
der Eintracht Traum vom Halbfinale. Schade, die erste Halbzeit gegen Cottbus hatte aus
Schweriner Sicht so richtig Appetit auf mehr gemacht.
Spannung
besonderer Art dann im ersten Halbfinalspiel. Nach der regulären Spielzeit stand es
zwischen Energie Cottbus und dem FC Hansa Rostock 3:3.
Im 9m-Schießen waren für Hansa Dietmar Hirsch, Timo Lange und
Christian Brand erfolgreich, auch die drei Energie Schützen verwandelten. Zweite Runde im
9m-Duell: der Schuß von Hirsch wird von Energie Torwart Andre Lenz gehalten, Ronny
Thielemann verwandelt, Cottbus im Finale.
Im Spiel um Platz 3 gewinnt Hansa gegen Lodz mit 5:3, drei Tore von
Sven Benken, ein Treffer von Ronald Maul und ein Cottbuser Eigentor sorgen für diesen
schönen Rostocker Sieg.
Das
Finale bestreiten Titelverteidiger SV Werder Bremen und der FC Energie Cottbus. Zur
Halbzeit steht es 3:3, erst eine Minute vor dem Pausenpfiff gelang den Cottbusern durch
ihren fünffachen Torschützen Christiano Brasilia das 3:2 und der Ausgleich. 5:5 steht es
in der 22. Minute dieses über 2x12 Minuten geführten Finalspiel. Holger Wehlage ist dann
der glückliche Torschütze zum 6:5 Siegtreffer in der 23. Minute. Der SV Werder Bremen
ist das erste Team in der Geschichte des Schweriner Hallenfußballturnier seit 1990 dem
die Titelverteidigung gelingt. Die Pokalübergabe (Foto) erfolgte durch den Geschäftsführer der Lübzer Brauerei Hubert Getzin an Werder-Kapitän Andree Wiedener.
Glückwusch an den SV Werder Bremen.
Bester
Torwart: Mathias Schober (FC Hansa Rostock)
Der Rostocker Stammtorwart Mathias Schober wurde von den anwesenden Journalisten zum besten Torwart des 13. Schweriner Hallenfußballturnier gewählt.
Bester
Spieler: Christian Brand (FC Hansa Rostock)
Eintracht Aussichtsratmitglied Manfred Ahnefeld (Schwerin) übergibt
den Ehrenpreis vom Sternberger Bäcker an Christian Brand
SV Werder Bremen, Sieger
des "Lübzer Pils Cup" 2002
Bester Torschütze: Torsten Frings (22/Werder
Bremen) 6 Tore
Torsten Frings (Mitte) beim Interview mit SVZ-Sportredakteur Ralf
Herbst
je 5 Tore: Sven Benken/FC Hansa Rostock, Christiano Brasilia/Energie
Cottbus
Fotos (5): Peter Bohne