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Sportreport pb: Kremers WM-Einstand 2002: 15. Gesamtrang

Geschrieben am 20.01.02 um 18:06


Der Mecklenburger Armin Kremer belegt bei seinemPremierenstart im Werks-Ford zum WM-Saisonauftakt  Gesamtrang 15. Der Sieger der 70. Rallye Monte Carlo, SebastianLoeb (F/Citroen Xsara WRC),  muss nochum seinen Sieg bangen

Sichtlich zufrieden: Armin Kremer (Bildmitte)und das Service-Team Erwin WeberMonaco: Gesamtrang 15 nach den ersten zwei Tagesetappen über insgesamt 11 Wertungsprüfungen (WP) der 70.Rallye Monte Carlo spülten den Mecklenburger Armin Kremer und Co-Pilot Klaus Wicha (Bad Karlshafen) beim Restart zur dritten Etappe an die Spitze des WM-Starterfeldes. Um taktische Spielerchen vergangener Jahre zu unter binden, wird zur Saison 2002 mehrfach in ungekehrter Ergebnisfolge des Vortages gestartet. Als 15. sah sich das Ford-Team Kremer/Wicha so als erster Starter am dritten Wertungstag. Tolle Öffentlichkeitswirkung für Armin Kremer und Klaus Wicha.
Winterliche Verhältnisse herrschten über die drei Tage in den französischen Seealpen weitgehend nicht, eigentlich lag nirgendwo auf der Strecke Schnee. Schwierig allerdings vereinzelt angefeuchtete und teilweise überfrorene Fahrbahn (Morgen Temperatur bis zu -10 Grad in den Bergen, tagsüber Erwärmung bis zu 12 Grad). Diese tückischen Stellen wurden einigen Top-Teams zum Verhängnis, uam. Wahlmonegassen Armin Schwarz im Hyundai Accent. Der Ex-Skoda Driver lag bis zu seinem Unfall beim Erststart im Hyundai auf Platz 5.
Auch Armin Kremer kam zweimal in Schwierigkeiten, plötzliche auftretende Eisglätte machte seinen Ford Focus RS WRC schwer beherrschbar. Folge: touchieren einer Mauer am Straßenrand. Während dies beim ersten Mal (WP 8) nur einen schleichenden Plattfuß verursachte, war es am Abend bei der Zweitauflage der Überquerung des berühmt, berüchtigten Col du Turini (WP 11) schon weitaus problematischer. Armin Kremer: "Am Col du Turini haben wir bergab hinten rechts angeschlagen, dabei ging der Felgenkranz kaputt. Wir haben uns auf drei Rädern ins Ziel gerettet". Rund zwei Minuten Zeitverlust, aber auf die Gesamtplatzierung hatte dies zum Glück keine negative Auswirkung. Beistrahlendem Sonnenschein ging die dritte Tagesetappe am gestrigen Sonntag über die Runde. Kremer konnte seinen Gesamtrang 15 festigen, obwohl er über eine falsche Reifenwahl auf der WP 13 klagte. Im Ziel dann aber ein sichtlich entspannter Armin Kremer. "Wir haben reichlich Hausaufgaben bis zum nächsten WM-Start zu erledigen. Reserven sind noch im größeren Umfang vorhanden".
Werden diese genutzt, sollte in den nächsten WM-Läufen noch mehr möglich werden. Teamchef Erwin Weber: "Mit Rang 15 sind wir voll zufrieden, der Armin hat seinen ersten WM-Einsatz im Ford Focus entsprechend unserer vorgegebenen Taktik mit Bravour bestanden. 29 WRC-Renner waren in Monte Carlo am Start, davon in den sieben Werk-Teams von Peugeot Total (F), Ford Motor Coltd (GB), Malboro Mitsubishi Ralliart (GB), Subaru World Rally Team (GB), Skoda Motorsport (CZ) Hyundai Castrol World Rally Team und Automobiles Citroen (F) alleine 18WRC-Autos. Im diesem Top-Starterkreis auf Gesamtrang 15 beim Premierenstart im Werk-Ford Focus RS WRC einzukommen, bedarf besonderer Beachtung für den Mecklenburger Armin Kremer.
Teamchef Erwin Weber: "Mit Rang 15 sind wir voll zufrieden, der Armin hat seinen ersten WM-Einsatz im Ford Focus entsprechend unserer vorgegebenen Taktik mit Bravour bestanden".
Gesamtsieger Sebastian Loeb muss noch um seine Platzierung bangen. Ein Protest wegen Reifenwechsel im Tankservice gestern Abend liegt an, Entscheidung noch offen.
PeterBohne

Gesamtresultat (inoffiziell):

1. Loeb/Elena, F/MC, Citroen Xsara WRC
2. Mäkinen/Lindstrom, FIN/FIN, Subaru Impreza WRC, + 45,9 Sekunden
3. Sainz/Moya, E/E, Ford Focus WRC, +2:01,6 min.
4. McRae/Grist, GB/GB, Ford Focus WRC, +2:43,9 min.
5. Grönholm/Rautiainen, FIN/FIN, Peugeot 206 WRC, +2:53,3 min.
6. Solberg/Mills, N/GB, Subaru Impreza WRC, +3:15,5 min.
15. Kremer/Wicha, D/D, Ford Focus WRC, +15:11,9 min.


 
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