Schwerin (pb):
Wer sich im Spiel 6 gegen 2 Solinger Feldspieler ein Tor einfängt (11:12), der steht im
Duell zweier Abstiegskandidaten auf verlorenem Posten. Wenn dann auch noch im Angriff
in gleicher Situation 6 gegen nur zwei Abwehrspieler sofort zum Torwurf angesetzt wird
ohne den Spielzug auszuspielen und der Ball einen Meter neben den Kasten vorbei fliegt
(Hedin), dann werden Chancen mehr als leichtfertig vergeben. Aufregende Spielminuten kurz
vor dem Halbzeitpfiff. Post war endlich wieder durch 7m von Robert Licu zum Ausgleich
(11:11) gekommen, nachdem die Schweriner schon 4:9 in Rückstand geraten waren. Solingen
führte vom 0:1, nur der Ausgleich 1:1 (Hedin) gelang. Danach bestimmte Solingen den
Spielverlauf und lag ständig in Front. Erst Stefan Strack konnte Post in der 27. Minute
mit 13:12 in Front bringen, doch Robert Nijdam gleich noch vor dem Pausenpfiff zum 13:13
aus. Zwar hält Torwart Krieter den folgenden Solinger Angriff, doch Robert Licu verwirft
zwei Mal.
Nach der Pause wirft Michael Buhl ein Tor,
doch die Schiedsrichter versagen die Anerkennung (Schrittfehler) und im Gegenzug kommt Solingen zur 13:14 Führung durch Vladimir Suma. Als Robert Licu in der 37. Spielminute sein erstes Feldtor
wirft, ist Post noch im Spiel (16:17). Die weiteren Spielstände: 17:20, 18:23, 20:25 und
21:26 (50. min.). Solingen beherrscht Post und enteilt bis zum 23:29, das für den SV Post
Schwerin so wichtige Spiel zum Klassenerhalt ist verloren. Zwar gelingt noch eine
Resultatsverbesserung durch Tore von Hochhaus (2), Bahr und Dourouklakis, am Solinger Sieg
ändert dies aber nichts mehr. Endstand: 27:30
Trainerstimmen:
Jens Pfänder, Solingen:
Vor einer Woche nach der Niederlage gegen Wetzlar lagen wir fast am Boden – heute
sind wir froh, hier in Schwerin gewonnen zu haben. Wir waren kämpferisch top, Torsten
Friedrich gab uns mit seinen guten Torwartparaden den notwendigen Rückhalt. In der
zweiten Halbzeit konnten wir unseren Sieg sicher stellen.
Holger Schneider, Schwerin:
„Wer gegen den direkten Konkurrenten verliert, hat in der 1. Liga nichts zu suchen“.
Klare Worte vom Schweriner Spielertrainer.
120% Leistung forderte er vom Team, doch einige seiner Spieler rufen dies offensichtlich
nicht ab. Anders kann man sich diesen desolaten Spielverlauf aus Schweriner Sicht nicht
vorstellen.
1. Bundesliga Handball ade ? Es ist nach
dieser erneuten Heimniederlage zu befürchten, Post steigt ab. Theoretisch besteht noch
eine winzige Chance, alles deutet nun auf ein Duell Gummersbach-Schwerin hin.
SV Post Schwerin:
Krieter/Patz; Buhl, Hedin (2), Licu (7/4) , Dourouklakis (3), Schimmler, Bahr (2),
Kaniowski (1), Ladig, Strack (4), Schneider (2), Hochhaus (6/2)
P.S.: Am Ende der
Pressekonferenz nach dem heutigen Punktspiel entschuldigte sich Peter Horstmann
(Geschäftsführer der HMS) bei Zuschauern, Fans und Sponsoren für das schlechte
Post-Spiel.