Sportreport pb: Bericht 7. Mecklenburger Mühlen-Rallye
Geschrieben am 13.05.02 um 20:08
von Peter Bohne |
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Über 140 Kilometer durch Nordwestmecklenburg führte die Strecke der 7. Mecklenburger Mühlen-Rallye für Oldtimer.
Gesamtsieger: Thomas Drawann, Schwerin, Wartburg 311 Baujahr 1958.
Goldenbow (pb): Der
Start zur 7. Mecklenburger Mühlen-Rallye für Oldtimer (Foto: Start-Nr.1
Günter Katt, Potsdam, BMW DA4, Baujahr 1931) erfolgte pünktlich 10:00 Uhr bei
strahlender Sonne an der Goldenbower Mühle.
Obwohl die Symbolik des Bordbuch eindeutig gleich nach dem Start nach
rechts weist, fuhr Starter Nummer 1 Günter Katt aus Potsdam mit dem ältesten Fahrzeug
der 7. Mecklenburger Mühlen-Rallye nach links Richtung Frauenmark statt zur B 321. Bis er
seinen Fehler bemerkte, kam er mit Verspätung zur ersten recht schwierigen
Sonderprüfung.
Der Start
zur Gleichmäßigkeitsprüfung (Foto: Start-Nr.2 Thomas Horn, Grambow, BMW; Nr.5
Fanny Schulz, Parchim, AWO 425; Nr.7 Rolf Prangel, Lübeck, Ifa/Audi F8 Cabrio) erfolgte
nach den ersten fünf Streckenkilometern bei Friedrichsruhe Dorf und führte über Raduhn
Richtung Tramm mit 16,4 Kilometer Länge und einer vorgegebenen
Durchschnittsgeschwindigkeit von 31 km/h sowie der Orientierungsaufgabe nach 8,08 km
Fahrstrecke „Fahren Sie in Richtung der ungeraden Zahlen in einem Roman“. Diese
Aufgabe bereitete einigen Startern schon erhebliche Probleme.
Das erste Etappenziel war Schwerin Alter Garten. Hier galt es einen
Bewegungstest der AOK schriftlich zu beantworten. Die zweite Etappe führte dann über den
Boulevard der Landeshauptstadt, am Pfaffenteich vorbei auf die B 106 Richtung Wismar. Nach
genau 25,80 km war das Zwischenziel Mühle Dorf Mecklenburg erreicht. Einen großen
Luftreifen auf Bestzeit um vier Kegel zu rollen war die Aufgabe, die die Fahrer der
Oldtimer körperlich/sportlich geforderte.
Günter
Katt (Foto): „Nach dem ersten Fahrfehler gleich am Start hatten wir am Paffenteich
unseren zweiten Fehler. An der Schranke stand ein Mann mit Sicherheitsweste und winkte uns
durch. War wohl gut gemeint, aber die falsche Richtung“. In der Tat, links zur
Karl-Marx-Straße war vorgegeben.
Die dritte Etappe
führte dann zurück nach Schwerin über Seehof, Wickendorf, der Brücke
über den Stangengraben (foto: Start-Nr.13 Marco Cravan, Gadebusch,
Trabant Kübel), dann auf die B 104 Richtung Schwerin Alter Garten. Hier mussten die
Teilnehmer die Sonderprüfung „Spurbrett“ absolvieren. Für Rolf Prangel hieß
es hier zunächts Stopp, sein Ifa/Audi F8 Cabrio streickte. Prangel: „Die Kupplung
rückte nicht aus, ich musste den Seilzug neu einstellen“.
Die vierte und
damit letzte Etappe führte dann nochmals durch eine reizvolle Landschaft über Godern,
Gneven, Kritzow, Weberin, Prestin, Bülow und Crivitz zum Ziel Goldenbow
(Foto: Start-Nr.18 Enrico Bruns, Kl. Niendorf, Ford F100).Ausgerechnet kurz vor dem
Zieleinlauf fing es an zu regnen. Trotzdem standen die Goldenbower im Zielbereich Spalier
und zollten jedem Ankömmling ihren Beifall. 53 der 69 Starter erreichten das Ziel in
Wertung.
Opel Blitz
(Foto) „Feuerwehrmann“ Burkhard Schulz, Schwerin: „Die Strecke war gut, wir
haben sie ohne Probleme gemeistert auf unserer „Herrentagsnachfeier“. Zu den
vier Männern seiner Besatzung gehörten auch die zwei Juniors Hannes (12 J.) und Stefan
(13).“Hat Spaß gemacht und war lustig, wie sich so viele verfahren haben“, so
die beiden Jungs.
Gesamtsieger
Thomas Drawann (26 J.) Schwerin: „Den 311er Wartburg Baujahr 1958 habe ich
seit zwei Jahren. Im Vorjahr war die Strecke komplizierter, da sind wir Dritter geworden“. Nun, diesjährige leichtere Aufgaben nutzte der Wartburg-Fan zum Gesamtsieg. Doch dies wusste der Schweriner zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht.
Klasse sein Kennzeichen: SN-WB 311 H (H=Kennbuchstabe für historische Fz.)
Nicht ins Ziel kam
der Schweriner Autohändler Bodo Griese: „An der Mühle Dorf
Mecklenburg war Schluss, Kühlwasseraustritt. Bevor der Motor Schaden erleidet, habe ich
schweren Herzens meinen Sohn angerufen und der hat uns dann per Huckepack nach Schwerin
zurück gebracht“. Seinen Citroën 11 BL, Baujahr 1956 (Foto), hat er erst vor kurzem
erworben und restauriert. „Unser Fehler war, dass wir nicht eine längere Probefahrt
gemacht haben“, so Griese. Nun, eine nächste Startchance hat der Citroën-Händler
bereits in vier Wochen.
Am 8. Juni
2002 startet die 1. Schwerin-Classic, eine typoffene Oldtimer
Rallye um den großen „Wallenstein-Pokal“ mit Start am Technischen Landesmuseum
Schwerin und Ziel an der Mercedes NL Schwerin/Lankow. (Nennungen an: Manfred Kolbe, Sander
Straße 12 a, 21029 Hamburg)
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