Severin/Schwerin
(pb): Seit Freitag vergangener Woche weilt Ford-Werksfahrer Armin Kremer (Foto:
Ford) in Griechenland zur Vorbereitung seines zweiten Akropolis Starts und dritten
WM-Auftritt in Ford-Farben in der Saison 2002.
Mit einem privat angemieteten seriennahen Gruppe N Mitsubishi Lancer
Evo 5 lief es im Sommer 1999 wenig erfreulich, Armin Kremer mit Co-Pilot Fred Berßen
(Berlin) kamen nur bis zur Wertungsprüfung (WP) 6. Technisches Aus
(Antriebsstrang-/Getriebeschaden) für den von Race Rent Mainz (Kremers Partner beim
ersten DM-Titelgewinn 1996 im Mitsubishi) mangelhaft vorbereiteten Rallyerenner. Auch der
Sachse Matthias Kahle (damals im Werks-Toyota) fiel in gleicher WP vorzeitig aus. Er hatte
sich das linke Federbein samt Vorderrad abgerissen.
Armin Kremer: „Auf Streckenkenntnisse aus dem `99-Start können
wir kaum zurückgreifen. Die heutige Akropolis-Rallye führt mehr in den Norden.
Symbolischer Start ist am Donnerstag Abend in Athen unterhalb der Akropolis, eigentlicher
Start- und Zielort ist Itea“. Neben dem Ford-Team Armin Kremer/Dieter Schneppenheim
sind als deutsche Starter noch Armin Schwarz/ Manfred Hiemer im Hyundai Werks-Accent WRC 3
sowie die zwei WM-Junior Teams Schelle/Weiss (Suzuki Ignis Super 1600) und Haaf/Kölbach
(Citroen Saxo VTS 1600) am Start.
In drei Tagesetappen sind 16 WP, Distanz 391,5 km und 1.197,9 km
Langstrecke zu absolvieren. Freitag (Start ab 8:00 Uhr) und Sonnabend je 6 WP, die
restlichen vier dann am Sonntag, Zielankunft Sonntag ab 15:00 Uhr.
Der griechische WM-Lauf, zu 100% auf Schotter, ist extrem hart und
fordert Fahrer, Team und Material auf das Äußerste. Dazu Kremer: „Gleich die erste
WP am Freitag früh ist ein „Brecher“ über 25 Kilometer. Wenn wir diese WP 1
„Pavliani 1“ gut überstehen, verbessert sich unsere Chancekarte gewaltig.
Hitze, Staub und Steine sind die Hauptfaktoren der „Akropolis“. Wenn keine
Probleme am Auto auftreten, kann man relativ weit vorne einfahren. Wir hoffen, das die
Technik hält und uns dies gelingt.“
Einen Schotter-Test absolvierte Armin Kremer mit seinem Rallyerenner
Ende April in der Lausitz. Die Fahrwerksabstimmungen verliefen recht erfolgreich, der
Focus WRC hinterließ einen besseren Eindruck als bei den zwei WM-Starts auf Asphalt.
Kremer: „Hier bestätigte sich für mich, dass der Focus auf Schotter besser zu
fahren ist. Dies zeigt sich auch in den aktuellen WM-Ergebnissen des Ford Martini
WRC-Werksteams.
11 Wochen nach seinem letzten WM-Auftritt in Spanien (15. Gesamtrang)
sagt der Severiner, es wird Zeit, wieder zum Einsatz zu kommen. Mit zwei Reserverädern an
Bord (alles Mousereifen) und noch einigen Trainingseinheiten “Reifenwechsel“ auf
Schotteruntergrund unter WP-Bedingungen, sollte es für das Ford-Team Kremer/Schneppenheim
zu einer guten Platzierung reichen.