Trier/Servicepark
Bostalsee (pb): Sebastian Loeb (F) im Citroen Xsara WRC (Foto A. Prinz) ist der
Sieger des ersten Rallye WM-Laufes auf deutschen Boden. Mit einem Vorsprung von 14,3
Sekunden vor dem amtierenden Weltmeister Richard Burns (GB/Peugeot) gewann der
Citroen-Werksfahrer die über drei Tagesetappen und 23 Wertungsprüfungen führende ADAC
Rallye Deutschland. Platz 3 für Ex-Weltmeister Marcus Grönholm (FL/Peugeot), bester
Ford-Driver Colin McRae im Focus WRC 02 auf Rang 4.
Ein nachdenklicher Armin Kremer
(Foto: P. Bohne) Sonntag Mittag im Servicepark. Der Rallye Europameister aus Severin
(Landkreis Parchim) startete im von Ford Deutschland eingesetzten Focus RS WRC heute
Morgen noch aussichtsreich auf Gesamtrang 10 liegen in die letzte Tagesetappe. Gleich auf
der ersten Wertungsprüfung (WP 17) kam der Mecklenburger von der Strecke ab und konnte
nach Leitplankeneinschlag seinen bis dahin so erfreulich erfolgreichen Wettkampf im Kreis
der absoluten Weltspitze nicht mehr fortsetzen. Die Leitplanke wurde durch die Wucht des
Anpralls des Ford Focus auf einer Länge von 30-40 Meter eingedrückt. Das Frontteil des
Focus wurde dabei stark deformiert, die Fahrertür letztlich rausgerissen. Die
Fahrgastzelle hielt dank des eingebauten Sicherheitskäfig dem Anprall stand und erfüllte
damit voll Ihre Funktion. Kremer und Schneppenheim waren mit Sechspunkt-
Hosenträgersicherheitsgurt angeschnallt und entstiegen dem Focus völlig unverletzt. Fast
an gleicher Stelle hatte bei der Generalprobe der Rallye Deutschland im Vorjahr
Ex-Weltmeister Marcus Grönholm einen Abflug. Er konnte aber weiterfahren und wurde
letztlich Vierter (Kremer Platz 6).
Endergebnis (23 Wertungsprüfungen) inoffiziell:
1. Sebastian Loeb (F), Citroen Xsara WRC, 3:47:17,3 h
2. Richard Bruns (GB), Peugeot 206 WRC, +0:14,3
min.
3. Marcus Grönholm (FL), Peugeot 206 WRC, +1:19,1
4. Colin McRae (GB), Ford Focus WRC 02, +3:45,3
5. Bruno Thiry (B), Peugeot 206 WRC,
+5:18,8
6. Tommi Mäkinnen, (FL) Mitsubishi Evo,
+5:39,2