Jerez/Rostock (pb): Am
20. August 2002 wurde von Porsche ein neues, modernes Autowerk in Sachsens Metropole
Leipzig offiziell eröffnet, zum Pariser Automobilsalon erfährt der Cayenne seine
Weltpremiere (28. September). Er verkörpert nach Boxster und 911-Modellreihe nun die
dritte Modellreihe des Zuffenhausener Sportwagen-Herstellers und ist dem weltweit
wachsenden Markt der Sport Utility Vehicles (SUV) zuzuordnen. Die Cayenne-Montage erfolgt
in Leipzig, Zulieferung Motor, Getriebe, Achsen aus Stuttgart, die Karosserie kommt aus
Wolfsburg.
Zur Markteinführung am 07. Dezember 2002 wurde der Cayenne vom Porsche Zentrum Rostock
in der Neptun Schiffbauhalle Werftstraße vorgestellt. Vier Wochen zuvor hatte ich bereits
von Porsche die Chance erhalten, die erste familientaugliche Limousine der Zuffenhausener
zu fahren. Mein erster Eindruck in Jerez: Angestammte Porsche-Fahrer brauchen nun nicht
mehr auf ihren Porsche zu verzichten, wenn es um den Erstwagen für Familienurlaub, für
vielfältige Freizeit- und Sportaktivitäten, oder den Großeinkauf im Supermarkt geht.
„Wer braucht eigentlich einen Porsche?“ Diese Frage beantwortete Dr. Wendelin
Wiedeking, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG Stuttgart, zur Presse-Präsentation des
Porsche Cayenne wie folgt: „Eigentlich niemand ! Denn unsere Sportwagen haben, wenn
wir mal ehrlich sind, nicht gerade einen besonders hohen Nutzwert – zumindest keinen,
der etwa dem praktischen Alltagsnutzen einer üblichen Mittelklasse-Limousine gleichkommen
würde“. Porsche hat sich allerdings davon nie beirren lassen, in 54 Jahren wurden
weltweit über eine Million Sportwagen verkauft. Und von einem Porsche Sportwagen träumt
so mancher Lottospieler oder Familienvater, immerhin geht ein ganz besonderes Flair von
dieser Marke aus. Mit der Markteinführung der dritten Baureihe nach Boxster und 911 sehen
die Nutzwertkoordinaten für Porsche nun ganz neu aus. Porsche hat ab dem 7. Dezember 2002
mit dem Cayenne S und Cayenne Turbo ein Fahrzeug im Modellprogramm, das erstmals in der
Geschichte seines Unternehmens sämtliche Nutzenanforderungen erfüllt, die heute an ein
modernes Automobil gestellt werden.
Der fünftürige Cayenne
bietet ausreichend Platz für eine fünfköpfige Familie samt Reisegepäck für den
Urlaub. Der variable Kofferraum bietet 540 Liter Volumen (bei umgeklappter Rücksitzbank
sogar 1.770 Liter). Der Cayenne zieht im Bedarfsfall bis zu 3,5 Tonnen über die Straße
und er fühlt sich sowohl auf Asphalt wie im unwegsamen Gelände recht wohl. Mit diesem
Porsche erreichen Sie selbst im Winter auf verschneiten Wegen ein abseits der Straße
gelegenes Bauernhaus oder die einsame Berghütte.
Fazit nach ersten Fahreindruck: Der Cayenne ist ein Auto, das sowohl
durch seine überragendende Geländegängigkeit als auch durch seinen Raum- und
Langstreckenkomfort überzeugt.
Er erfüllt alle Erwartungen,
die man an einen Porsche stellt: Fahrleistung, Fahrdynamik und Sicherheit, der SUV-Cayenne
ist sportlich, agil, vielseitig einsetzbar. Er klettert wie ein Bär, rennt wie eine Puma
und schleppt Lasten wie ein Elefant. Sein neuer V8-4,5-Liter Saugmotor leistet 340 PS,
zwei zusätzliche Turbolader mit Ladeluftkühlung sorgen im Cayenne Turbo für satte 450
PS. Der „intelligente“ permanente Allradantrieb (PTM=Porsche Traction
Management) gewährleistet sensationelle Fahrleistungen im bergigen Gelände, davon
konnten wir uns Motorjournalisten an der Formel-1-Rennstrecke in Jerez überzeugen.
Preis: Porsche Cayenne S ab 60.000,- €, Cayenne Turbo ab 99.000,-
Rund 220 geladene Gäste des Rostocker Porsche Zentrums verfolgten am Sonnabend, d. 08.
Dezember 2002, am frühen Abend in der Nerptun-Werkshalle Werftstraße die
Markteinführung der dritten Porsche-Baureihe „Cayenne“. In der Dunkelheit
dieser 120 Jahre alten Schiffbauhalle stellte sich die antik anmutende Technik der
Schiffswerft mit dem strahlenden Auftritt des neuen SUV-Porsche als ein beeinduckendes
Schauspiel dar.
Während der Cayenne S aus
einem Container per Lastkran emporstieg und scheinbar schwebend zum Stellplatz gehievt
wurde, kam sein großer Bruder Cayenne Turbo, begleitet mit markant aufhorchenden
Turbomotordrehzahlen (akustisch über Beschallung eingespielt), zum äußerst
interessierten Publikum vorgefahren.
Foto (4): P. Bohne