Schwerin
(pb): Satte 280 PS sorgen im Mitsubishi Carisma GT Evo 7 für enorme
Beschleunigung, nur 4,8 Sekunden vergehen von 0 auf 100 km/h, Höchstgeschwindigkeit 253
km/h. Sein 2,0-Liter Turbomotor mit zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung
bietet einen Drehmoment Höchstwert von kapitalen 383 Nm, das Fünfgang-Getriebe mit
kurzen Schaltwegen lässt sich präzise Schalten.
Ein solch
hochgezüchteter Renner mit Allradantrieb bedingt ein knallhartes Fahrwerk und eine starke
Bremsanlage (Brembo), beim Evo 7 mit Sports ABS und optisch dominieren riesigen
Heckflügel.
Das Auto vermittelt Fahrspaß pur, ist eine reine puristische
Fahrmaschine, aber trotzdem noch für den Alltagsverkehr uneingeschränkt nutzbar. Nur 250
Einheiten werden vom neuen Carisma Evo 7 in Deutschland verkauft. Er ist kein
Boulevardtiger und schon gar nicht eine Luxuslimousine, er verzaubert auch nicht, sondern
der Evo 7 nimmt seinen Lenker „gefangen“.
Die Evolutions-Baureihe von Mitsubishi (seit 1993/Lancer EVO 1)
besitzt Kultstatus, ein schneller Ausverkauf ist programmiert. Die meisten solcher „heißen“
Autos sind danach kaum auf der Straße zu sehen, sie werden begehrte Sammelstücke.
Neuestes Highlight im Carisma GT Evo 7 ist ein intelligentes Mitteldifferenzial ADC
(Active Center Differential), das per Knopfdruck vom Cockpit elektrohydraulisch auf die
unterschiedlichsten Straßenbedingungen eingestellt werden kann. Klasse das „Sports
ABS“, es gewährleistet eine erhöhte Fahrsicherheit vor allem im Kurvenbereich.
Preis: Mitsubishi Carisma GT Evo 7: 43.600,-€
Fazit: Sachlich, fahrerorientiert und funktional
bis ins Detail präsentiert sich das Cockpit des Extremsportlers Evo 7. Die
Recaro-Sportsitze gewährleisten eine straff eingepasste Sitzhaltung für Fahrer und
Beifahrer.
Das
Momo-Sportlenkrad liegt gut ein den Händen. Selbst Komfort wird bei diesem heißen Renner
nicht klein geschrieben, serienmäßig ist er mit einer Klimaanlage ausgestattet. Und auch
das Tanken bereitet keine Schwierigkeiten, wie beim Vorgängermodell Carisma Evo 6
bemängelt. Nur leider ist der Tank mit 48 Liter Inhalt m.E. immer noch zu klein. So
musste bei flotter Fahrweise spätestens nach ca. 250/270 Kilometern nachgetankt werden.
Dabei konnte bedingt durch Winterbereifung (max. 210 km/h) noch nicht einmal das volle
Potenzial dieses Superrenners abgerufen werden. Nun, Fahrspaß pur mit so einem heißen
Turborenner bedingt halt erhöhten Kraftstoffverbrauch. Die satten 280 PS wollen
gefüttert werden, doppelter „ICE-Zuschlag“ sozusagen. Aber der 4türige
Allradrenner ist auch voll Familientauglich und hielt ich mich mit dem Druck aufs
Fahrpedal zurück, ist auch ein akzeptabler Durchschnittsverbrauch von 12,3 Litern Super
plus zu erreichen. Foto (3): P. Bohne