Schwerin
(pb): Heute galt es für den Schweriner SC eine gute Ausgangslage für das
Rückspiel in einer Woche in der Schweiz zu schaffen und so den Grundstein für das
Erreichen der Endrunde zu legen. Trainer Schöps hatte sein Team darauf hingewiesen, es
geht um jeden Punkt. Und Teamchef Hubert Getzin (Glückwunsch zum 61. Geburtstag) tippte
auf ein 3:1, besser wäre natürlich ein glattes 3:0. Aber Schwerin tat sich schwer,
gewann das Match erst im fünften Satz.
1. Satz: Der Schweriner SC führte nur einmal beim
1:0 durch Mariya Polyakova, kam beim Spielstand 8:8 zwar zum Ausgleich durch Angela
Kryvarot, doch der Satz ging klar an den Gast Zeiler Köniz mit 17:25.
2. Satz: Im zweiten Satz ging der SSC durch Irina
Fentotova und Angela Kryvarot zwar 2:0 in Führung, doch die Gäste konterten schnell mit
Satzführungen 3:5 und 7:10. Insbesondere die Sprungaufgaben durch Inga Vetra bereiteten
den SSC-Damen viel Schwierigkeiten bei der Ballannahme. Bis zum 11:12 lagen die Berner
Vorstädter in Front, dann brachte eine Aufgabe durch Irina Fentotova die 13:12 Führung
für den SSC. Ab dem Spielstand 20:17 konnte Schwerin den 2. Satrz sicher gestalten und
gewann diesen verdient mit 25:21.
3.
Satz: Klarer Satzverlauf zu Gunsten Zeiler Köniz. Erst beim Spielstand 18:18
schien es so, als hätten die SSC-Damen eine Chance den Satzverlauf zu kippen. Doch es
wurde nichts, Zeiler Köniz gewinnt Satz 3 mit 22:25.
4. Satz: Jetzt muss der SSC zu seinem Spiel finden
– und das Schweriner Spiel läuft besser. Beim Spielstand 10:6 Zeiler Auszeit, aber
Schwerin bleibt erfolgreich. Über die Spielstände 13:10, 19:16 und 24:18 durch Jana
Müller gewinnt der SSC den vierten Satz und kommt zum Satzstand 2:2.
5. Satz: Zwar geht Zeiler Köniz 0:1 in Führung,
doch dann bestimmen die Schweriner Mädels das Geschehen auf dem Parkett recht sicher.
10:5, 12:7, 13:11, zwei Siegpunkte in Folge macht Angela Kryvarot zum 14:11 und 15:12;
Satz- und Matchgewinn SC Schwerin. Die rund 700 Zuschauer in der überfüllten Volleyballhalle spenden den SSC-Mädels begeistert Beifall. Foto (2): P. Bohne
Trainerstimmen:
Marc Gerson, Zeiler Köniz (Bern): Gute Stimmung in
der kleinen Halle. Unsere Enttäuschung ist noch recht groß, wir hätten auch gewinnen
können. Mit dem 3:2 jedoch können wir gut leben.
Michael Schöps, Schwerin: Danke an die Fans, die
uns hervorragend unterstützt haben. Die Mannschaft hat nie aufgesteckt und so den recht
knappen Sieg erreicht.
SSC mit: Kryvarot, Weiß, Schlüter, Petrasova,
Schulz, Wolf; Fentotova,; Polyakova, Müller
Anmerkung: Vor der Pressekonferenz gab Trainer Marc
Gerson Berner Journalisten ein Interview. Hier äußerte er Kritik an der Beschallung
während des Spieles. Der Speaker (Hallensprecher) sollte die Teamaufstellung usw. bekannt
geben, nicht aber das Publikum anheizen !! ??
Und zum Schweriner Spiel sagte der aus Südfrankreich stammende
Trainer: Schwerin spielte 0815 Volleyball – hoch auf die Außen, eigentlich gut
ausrechenbar. Unsere Disziplin auf dem Parkett ließ zu wünschen übrig, so kam Schwerin
immer wieder ins Spiel.
Interessant: Als Marc Gerson die Volleyballhalle
erreicht, sah er die Sport- und Kongresshalle und erinnerte sich dort gegen den SC Traktor
selbst gespielt zu haben. Es war eine EC-Begegnung (Mitte der 70ziger Jahre) SC Traktor Schwerin gegen Racing Club
Paris, Paris gewann damals. Leider konnte auch im Gespräch mit Burkhart Wiebe (Ex Aktiver
des SC Traktor) nicht definitiv das Jahr bestimmt werden.
Trainer Marc Gerson (48 Jahre) war 14 Jahre aktiver Volleyballspieler in Deutschland bei Bayer Leverkusen (1979 Deutscher Meister) und als Spielertrainer in Friedrichshafen. Ein
Damen-Team betreut er als Trainer erstmalig.