Frankfurt/M.(pb):
Rund 95% aller Autofahrer halten laut einer Untersuchung der Continental AG Hannover
Sicherheit für wichtiger als Komfort. In dieser in Frankfurt/Main bei der Conti-Tochter
Teves vorgestellten Sicherheitsstudie geht hervor, dass viele Autofahrer nicht wissen,
welchen Nutzen aktive Fahrzeug-Sicherheitssysteme bieten und wie sie funktionieren.
Continental startet daher eine Offensive zur breiten Aufklärung über ESP & Co.(Foto:
Conti/Teves)
Laut der Conti-Studie aus dem Sommer 2002 kennen 63 % der Befragten
(1.000 Telefoninterviews) nicht die Wirkung des Elektronischen Stabilisierungs-Programm
ESP und über 45 % sind der irrigen Meinung ihr Auto sei defekt, wenn das Bremspedal beim
ABS-Einsatz pulsiert. Viele wissen auch nicht, mit welchen Sicherheitssystemen ihr Auto
überhaupt ausgerüstet ist. Besonders schlecht informiert zeigten sich Frauen und ältere
Fahrzeuglenker.
Gründe für diese Informationslücken vieler „technik-ferner“
Autofahrer liegen, so die Conti-Sicherheitsstudie, auch in wenig aussagenden Bezeichnungen
für viele Funktionen sowie in der verwirrenden Vielfalt von Abkürzungen für identische
oder ähnliche Systeme. So existieren für das Elektronische Stabilitäts-Programm neben
dem gängigen Begriff ESP zahlreiche weitere Hersteller-spezifische Bezeichnungen wie: DSC
(Dynamische Stabilitäts Control/BMW) und PSM (Porsche Stability Management/Porsche) sowie
DTSC, VDC, VSC, IVD, StabiliTrak usw.. Stellt sich die Frage: Warum heißt es nicht
überall ESP, beim ABS (Antibockiersystem) geht es doch auch!
Ein weiteres Manko: Viele Autolenker sind bezüglich des
richtigen Umgangs mit dem Antibockiersystem (ABS), der Antriebs-Schlupfregelung (ASR) oder
dem ESP nicht oder nur unzureichend informiert und trainiert. So wirkt ABS im Notfall nur
dann voll wirksam, wenn richtig kräftig ins Bremspedal getreten und nicht losgelassen
wird. Das Auto bleibt dank ABS in einer solchen Notsituation trotz Vollbremsung lenkbar !
Interessant auch im Ergebnis dieser Befragung: 86% aller Autofahrer
würde Systeme akzeptieren, die auch gegen den Fahrerwillen eingreifen, um einen Unfall zu
verhindern.
Die Conti-Sicherheitsoffensive umfasst: Anzeigenkampagnen,
Autofahrer-Infos durch leicht verständliches Bild- und Textmaterial zur Distribution an
Medien, Zielgruppenspezifische Ansprache und Veranstaltungen von Fahrsicherheitstrainings,
Unterstützung von Praxisschulungen und die Zusammenarbeit mit Organisationen, Verbänden
und Kunden.
Fazit: Der „Faktor Mensch“ ist
entscheidend für eine nennenswerte Verbesserung der vollen Wirksamkeit moderner
Sicherheitssysteme heutiger Automobile. Deshalb folgender Rat: Augen auf und Sinne
schärfen beim Autokauf. Lassen Sie sich die Sicherheitssysteme des Autos Ihrer Wahl
ausführlich vom Verkaufsberater erklären und, so weit wie möglich, in der Praxis
vorführen!