Schwerin
(pb): Ältestes Auto unter den über 50 Startern der 2. Schwerin-Classic war ein
bildschöner Ford A Roadster (Foto) aus dem Jahre 1928. Kurt Neumann aus Hamburg brachte
diese Rarität an den Start der 180 Kilometer Tour quer durch Mecklenburg. Seit 10 Jahren
hat der siebzigjährige Hamburger diesen Ford Made in USA in seinem Besitz. Die Produktion
begann 1928 in den Staaten, ab 1930 wurde dieses Ford A-Modell dann auch in Berlin
hergestellt. 40 PS gestatten bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und das
betagte Auto läuft noch immer zuverlässig, wie Kurt Neumann stolz berichtete. Im Jahr
2002 absolvierte der Hamburger eine 4.500 km Norwegen-Tour ohne Probleme. Platz 4 belegte
Kurt Neumann in der Klasse T4.
Ältester
Teilnehmer an der 2. Schwerin-Classic war der 80jährige Horst Korflage (Foto) aus dem
niedersächsischen Clenze. Sein Mercedes 220 Cabrio aus dem Jahre 1953 weist eine
Laufleistung von 445.000 km auf, dazu Horst Korflage:“ Als Vorführwagen habe ich das
gute Stück 1957 erworben, eine Grundüberholung des 6-Zylinder Motors (80 PS) war bisher
erforderlich. Die Streckenführung hier durch die Lewitz begeistert uns“.
Schwierigkeiten gab es für das Team Horst und Ursula Korfhage dann mit dem Lesen der
ausgegebenen Streckenvorgabe. „Die Kopien sind im Maßstab zu klein, mit 80 lies es
sich halt nicht mehr so gut“, so der Hamburger im Zwischenziel der zweiten Etappe
„Jagdschloss Friedrichsmoor“.
Rolf
Jäger aus Gadebusch hatte bereits die Premierenveranstaltung der Schwerin-Classic im
Vorjahr mit seinem Moskwitsch 412 (1.500ccm/75 PS) absolviert. Der Moskwitsch hat in
seiner Familie Tradition. „Zu DDR-Zeiten waren wir mit unseren vier Kindern im
Moskwisch unterwegs, bis der jüngste Sohn 12 Jahre wurde. Dann konnten wir nur noch drei
unserer vier Kinder mitnehmen. Erst nach Antragstellung und langer Wartezeit gab es einen
„Schrott“-B 1000, aber ich habe ihn wieder zum Fahren gebracht“, so der
Gadebuscher. Das Moskwitsch-Team Rolf und Edeltraut Jäger (Foto) erhielt als bestes Team
aus Mecklenburg-Vorpommern einen Ehrenpreis.
Neben
diesen touristischen Teilnehmern, kämpften in der Kategorie Sport die Starter der
überregionalen Oldtimer-Serie um den Mercedes-Benz-Classic-Cup, der an sieben Startorten
in Deutschland ausgefahren wird. Das spätere Gesamtsiegerteam Lehr/Harbeck (Kirchlinteln/
Hamburg) im MG B (Foto) Baujahr 1967, hier an der Sonderkontrolle in Stolpe, die vom MC
Petermännchen Schwerin durchgeführt wurde.
Während
der abendlichen Siegerehrung auf zwei Schiffen der Schweriner Weißen Flotte erhielten
dann die Gesamtsieger des sportlichen Wettbewerbes Hans Lehr und Harald Harbeck die
begehrten "Wallenstein"-Pokale überreicht von Andreas Dornburg (Foto rechts).
Schwerin-Classic Initiator Andreas Dornfeld, Leiter der
DaimlerChrysler Niederlassung Schwerin: „Alle Teilnehmer waren von der
Streckenführung der 2. Schwerin-Classic Richtung Parchim/Lewitz voll begeistert. Mein
Dank gilt vor allem den treuen Helfern des MC Rastow und hier vorallem Clubchefin
Christiane Koop (MC Rastow) sowie den Sportfreunden des MC Petermännchen Schwerin. Ohne
diese viel Helfer an der Strecke ist die Durchführung einer solchen Oldtimer-Rallye nicht
möglich“. Foto (5): P. Bohne