Zwickau/Schwerin
(pb): Neu im Kalender der Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) ist in der Saison
2003 erstmalig die traditionelle Rallye „Sachsenring“ am 30./31. Mai in Zwickau.
Bis zur Wende (33. Internationale Rallye Sachsenring/Pokallauf und DDR-Meisterschaftslauf;
3./4.11.89) war die „Sachsenring“ alljährlich ein allseitig beliebter Lauf zur
DDR-Meisterschaft.
Rallyeleiter für die wiederbelebte „Sachsenring“ ist der Zwickauer Wolfgang
Kießling (Foto), den Schweriner Rallye-Fans noch bestens bekannt als Co-Pilot neben Uwe
Geipel im clubeigenen Trabant 601 R (1989) des damaligen MC Tourist Schwerin. Die
Organisatoren um Wolfgang Kießling haben 2003 den Aufstieg aus der zweiten in die erste
Liga des deutschen Rallyesports geschafft.
Favorit unter den rund 90 Teams ist der Görlitzer Skoda-Werksfahrer Matthias Kahle,
der nach frühzeitigen Ausfall im 1. DM-Lauf (Motorschaden), den 2.Lauf (Pneumant-Rallye)
mit über vier Minuten Vorsprung ganz sicher gewann. In Zwickau sind 14 Wertungsprüfungen
(128,4 WP-Kilometer) zu absolvieren. Start Freitag (30.05.) ab 14:00 Uhr zu fünf WP,
Restart Sonnabend ab 6:45 Uhr zu 9 WP. Zielankunft ab 19:30 Uhr. Wolfgang Kießling:
„Schweriner Rallyefans und „Fischköpfe“ aus dem Nordosten, kommt zur
traditionellen Sachsenring. Ihr bekommt garantiert hervorragenden Rallyesport geboten“.
Das Lützower Opel Astra-Team Christoph und Reiner Sorgenfrei will nach dem Ausfall zur
Pneumant bereits in der WP 1 (Ausfall Geber Motorsteuerung) diesmal unbedingt eine Wertung
erreichen. Mit ihrem 160 PS Opel Astra opc sind sie erstmals in der Saison 2003 in der
DRM-Serie eingeschrieben. Im ersten DM-Lauf im bayrischen Schongau erreichten Christoph
und Reiner Sorgenfrei Platz 7 in der seriennahen Gruppe N3.
Damals (1980-1989): Die Rallye Sachsenring war bei Fans und Aktiven
sehr beliebt, auch die ehemaligen aktiven Rallyeteams des MC Tourist Schwerin haben gute
Erinnerungen an ihre Starts in der sächsischen Autobauer Metropole.
Beste Schweriner Platzierungen: 1986 Platz 2 Klasse B6;
Blossey/Nötzel, Lada VFST, die mit dieser Platzierung den zweiten DDR Vizemeister-Titel
im Rallyesport nach Christ/Rader 1980 (Lada 1600/MC Tourist Schwerin) für den MC Tourist
Schwerin holten.
1987
dann ein vielbeachteter Klassensieg A5 und dritter Gesamtrang des Teams Hilmar Bosse /
Stefan Probst (Foto/Moskwitsch 1600 SL-R / MC Tourist Schwerin) in der
31. Internationalen Rallye Sachsenring. Übrigens, in den über 20 Jahren Starts in Zwickau
der beste Schweriner Teamauftritt. Hinter dem siegreichen MC Zwickau I (6 Punkte) wurde
der MC Tourist Schwerin (9) Zweiter in der Besetzung: Bosse/Probst (1./Moskwitsch 1600
SL/R), Geipel/Hartenstein (2./Trabant 601 R), Trilck/Matulewitz (3./Wartburg),
Schäffer/Elsner (4. Platz/Trabant), vor dem drittplatzierten MC Robotron Berlin (11).
Foto (2): P. Bohne; Repo.