Schwerin
(pb): Von den drei im Vorjahr gestarteten deutschen Top-Teams verabschiedete sich
Skoda-Werksfahrer Matthias Kahle (Görlitz) als Erster bereits in der W5 (Motoraufhängung
gebrochen). Am zweiten Tag dann erwischte es Armin Schwarz im Werks-Hyundai WRC (Abkommen
von der Strecke). Nur Armin Kremer im werksunterstützten Ford Focus WRC hielt bis zum
dritten Tag die deutsche Fahne hoch. Auf einem ausgezeichneten 10. Gesamtrang liegend,
endete aber auch sein Engagement vorzeitig am Sonntagmorgen in einer der Leitplanke. Armin
Schwarz (Hyundai Accent WRC) und Matthias Kahle (Skoda) sind wieder im Einsatz. Kahle noch
im Octavia WRC, das Skoda-Werksteam setzt erstmalig den neuen Fabia WRC ein. Der
diesjährig in der Asien-Pazific-Meisterschaft startende Armin Kremer (Severin) hat sich
zwar zur „Deutschland“ um ein Cockpit beworden, allerdings ohne Erfolg. Mit von
der Partie sind er und sein Berliner Co-Pilot trotzdem. Armin Kremer wirkt zwei Tage als
Co-Kommentator beim Fernsehsender VOX, Fred Berßen bei Skoda als Rallye-Scott.
(Führung/Betreuung geladener Skoda VIP-Gäste.
Im
Vorjahr siegte Citroen-Jungstar Sebastian Loeb (Foto) eindrucksvoll. „Die Rallye
Deutschland liegt so zu sagen vor meiner Haustür, eine Vielzahl meiner Fans kommt so mal
schnell rüber nach Deutschland. Monte und der deutsche WM-Lauf sind meine Lieblings
Rallyes", so Loeb. Auch diesjährig zählt der Elsässer zum engeren Favoritenkreis.
Super Rallyesport verspricht alleine schon das Engagement von
sieben Automobilwerken (Citroen, Ford, Hyundai, Mitsubishi, Peugeot, Skoda und Subaru) und
die Teilnahme der sieben Rallye Weltmeistern: Stig Blomqvist (S/1984), Carlos Sainz
(E/1990+92), Didier Auriol (F/94), Colin McRae (GB/95), Tommi Mäkinen (FIN/96-99), Marcus
Grönholm (FIN/2000+02),und Richard Bruns (GB/01). Die ADAC-Organisatoren rechnen wie im
Vorjahr mit 250.000 Zuschauern. Da es 2002 insbesondere am zweiten Wertungstag (Vorjahr
Truppenübungsplatz Baumholder) zu erheblichen Problemen des Anmarsches der Fanmassen kam,
gibt es für 2003 eine veränderte Konzeption. Nicht wie im Vorjahr kompakte Tagesetappen
in der Reihenfolge Weinberge Trier, Baumholder und Saarland, sondern ein nunmehr
gemischtes Etappenterritorium zur Entflechtung der Zuschauermassen ist konzipiert.
Aber auch Peugeot-Werkspilot
Marcus Grönholm (Foto) gibt sich optimistisch. „Ich will in Deutschland meinen
ersten Sieg auf Asphalt feiern“, so Grönholm.
Und Richard Burns (Peugeot), Leader der Fahrer-WM 2003; Vorjahres
Zweiter meint: „Durch die verschiedenen Charakteristiken der Strecken in den drei
Rallye-Regionen ist diese Veranstaltung sehr anspruchsvoll. In diesem Jahr sogar noch
schwieriger, weil verschiedene Streckentypen in den unterschiedlichen Regionen am gleichen
Tag gefahren werden. Auch für die Mechaniker bringt das viel Arbeit, denn wir müssen
mehrfach am Tage die Fahrwerksabstimmungen verändern“.
„Tomminator“
Tommi Mäkinen (FIN/39 Jahre), vierfacher Weltmeister, Subaru, in dieser Saison bisher eher
glücklos am Start meint: „Form kommt und geht, Klasse bleibt“. Doch der
Nachwuchs im eigenen Team drückt auf die Tube, Mister "Hollywood" Petter
Solberg (N/28) kommt mit der Empfehlung eines Zypern-Sieges zum deutschen WM-Lauf.
Zentraler Serviceplatz: Bostalsee (A 62 Abfahrt 3;
Nohfelden/Türkismühle).
Info: www.rallye-deutschland.de
Foto: T. Christ, P. Bohne (2), Subaru