Trier (pb): Mit
5,5 Sekunden Vorsprung zum zweitplatzierten Peugeot-Piloten Marcus Grönholm ging
Sebastian Loeb (Citroen Xsara WRC) heute Morgen in die Finalrunde der Rallye Deutschland.
Für Mecklenburgs Rallye-As Armin Kremer war eigentlich Sebastian
Loeb der Favorit des diesjährigen deutschen WM-Lauf, doch nach den ersten Eindrücken am
Freitag stand Philippe Bugalski (F) für ihn hoch im Kurs. Der Citroen-Werksfahrer aber
schied in der WP 11 gestern mit Motorschaden aus. Viel, viel besser lief es dagegen beim
Teamgefährten und Vorjahressieger Sebastian Loeb (F). Während Reifenschäden (WP 12/13;
Erzweiler/Panzerplatte Baumholder) den zeitweise gestern auf Rang 1 fahrenden Marcus
Grönholm (FIN/Peugeot) ausbremsten, fuhr der junge Elsässer souverän an die Spitze.
Zwar blieben ihm heute am Finaltag die Peugeot-Piloten Marcus Grönholm und Richard Burns
(GB) dicht auf den Färsen (vor den letzten drei WP +9,4 bzw. +19,4 sec.), doch der
Citroen-Driver ließ sich von seiner Siegesfahrt am dritten Wertungstag nicht mehr
abbringen.
Hyundai-Pilot
Armin Schwarz (Accent WRC) klagte gestern massiv über fehlende Motorleistung, der von ihm
gewünschte Regen setzte auch heute wieder ein, doch eine Platzierungsverbesserung brachte
die nassen Streckenverhältnisse dem Hyundai-Piloten nicht. Rang 12 für das deutsche
Hyundai-Team Armin Schwarz/Manfred Hiemer, gefolgt vom Görlitzer Matthias Kahle (Skoda
Octavia WRC) auf Platz 15.
Das Debüt des Skoda-Werksteams mit dem Premiereneinsatz des neuen
Fabia WRC ging völlig daneben, Didier Auriol (F) und Toni Gardemeister (FIN) schieden am
zweiten Tag aus mit Motor bzw. Fahrwerksschaden aus.
Fred Berßen zur Rallye Deutschland 2003: "Die Veranstaltung ist
diesjährig wesentlich "aufgeräumter" als im Vorjahr mit guter Zuschauerlenkung
und -absicherung. Natürlich ist es schade, dass wir hier nicht fahren können. Ein
WM-Lauf in Deutschland ist der absolute Höhepunkt für jeden Rallyefahrer und
Co-Piloten".
Endergebnis 3. Tag; 22 Wertungsprüfungen (inoffiziell):
1. Loeb (F), Citroen Xsara WRC,
3:46:50,4 h;
2. Grönholm (FIN), Peugeot ,206 WRC,
+3,6 sec.;
3. Burns (GB), Peugeot 206 WRC,
+19,7;
4. McRae (GB), Citroen Xsara WRC,
+31,4;
5. Martin (EST), Ford Focus WRC,
+57,9;
6. Sainz (E), Citroen Xsara WRC,
+1:38,6 min.;
7. Duval (B), Ford Focus RS WRC,
+1:48,1 ;
8. Solberg (N), Subaru Impreza WRC,
+2:30,2;
12. Schwarz (D), Hyundai Accent WRC,
+7:15,2;
15. Kahle (D) Skoda Octavia WRC,
+12:31,9.