Pößneck
(pb): Die Auftakt-WP der Castrol-Rallye war am Freitag Abend ein Rundkurs im
Zentrum Pößnecks vor 5.000 Zuschauern mit überraschendem Ausgang. Nicht Top-Favorit
Matthias Kahle (Foto/Görlitz) im Werks-Skoda Octavia WRC war der WP-Sieger, sondern der
Stuttgarter Sandro Wallenwein im Mitsubishi Lancer EVO 7. Sein Vorsprung allerdings nach
den 5 Runden über 9,8 km mit 1,3 Sekunden hauchdünn. Das Opel-Team Sorgenfrei (Klasse
N3) wurde auf Platz 25 der Gesamtwertung registriert und erreichte die zweitbeste
Opel-Platzierung hinter fünf Honda Civic.
Rainer Sorgenfrei: „Die Civic haben 210
Serien-PS, unser Astra opc dagegen nur 160. So besteht eigentlich keine Chance, vor denen
einzukommen“. Zum Opel-Konkurrenten Bernd Knüpfer (19. gesamt/Grünhein) fehlten
24,1 Sekunden. Fast identisches Ergebnis in der WP 2 am Sonnabendmorgen, 26. Gesamtrang
und 8. Platz in der Klasse N3 für die Lützower. Danach dann das Pech in der WP 3
„Auma- Linda“ über 8,2 Kilometer.
Christopf
Sorgenfrei: „ Wir hatten ca. 4 Kilometer absolviert, lange Geraden 5. Gang,
Motordrehzahl am Begrenzer. Plötzlich kein Vortrieb mehr, das war`s . Irgendwas im
Bereich Motor/Getriebe ist gebrochen, aus war es mit unserem Start zur
Castrol-Rallye“. Außer Spesen nichts gewesen, Auto verladen und schon waren die
beiden Lützower nur noch Zuschauer an der WP 7 (Foto).
Matthias Kahle fuhr derweil seiner Favoritenrolle gerecht werden auf
Gesamtrang 1. Sein Vorsprung bei „Halbzeit“ nach sechs WP betrug 24,6 Sekunden
zum Zweitplatzierten Guido Senge (Lohmar/Toyota Corolla WRC), der im weiteren Verlauf der
Rallye aber mit technischen Problemen ausfiel.. Platz 3 für Sandro Wallenwein vor dem
recht stark auftrumpfend Carsten Mohe im Renault Clio Super 1600 (A6) auf Platz 4.
Sein Mitkonkurrent Rainer Jostes im von Citroen Deutschland eingesetzten Citroen Saxo
Super 1600 schied nach kapitalem Überschlag im Ziel der WP 2 aus. Fahrer und Beifahrer
Jan Enderle entstiegen ihrem kleinen Saxo unverletzt.
Den
Meisterschaftsleader Hermann Gassner (Surheim/Mitsubishi Carisma Evo 7) quälten
Motorproblemen, trotzdem konnte sich der Bayer noch auf Platz 9 ins Ziel retten. Klarer
Sieger der Castrol-Rallye Thüringen: Matthias Kahle im Werks-Skoda Octavia WRC. Damit
bleibt die Entscheidung der Titelvergabe 2003 offen bis zur „3-Städte-Rallye“
Straubing (24./25.10.). Rainer Sorgenfrei: „Die Saison 2003 ist für uns gelaufen.
Die Reparatur unseres Astra opc wird sicherlich wieder recht aufwendig, ein Start in
Straubing kommt 2003 nicht mehr in Frage“.
Den nationalen Teil der Castrol-Rallye Thüringen dominierten Klaus
Teichmann (Chemnitz/Nissan) und der Prignitzer Wolfgang Meierholz (Wittenberge/Mitsubishi
Lancer Evo 6). Seinen zwei nationalen Siegen bei der Fontane- und der vcb-Rallye ließ der
Wittenberger jetzt einen Klassensieg und Gesamtrang 2 mit 39,1 sec. Rückstand zum Sieger
Klaus Teichmann im Nissan Almera folgen. Foto (3): P. Bohne
Ergebnis Castrol-Rallye Thünigen nach 12 Wertungsprüfungen
(inoffiziell):
1. Matthias Kahle/Peter Göbel, Görlitz/Korb, Skoda Octavia WRC, Gr.
A8, 1:03:34,6 h
2. Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer, Stuttgart/Klaus, Mitsubishi
Lancer Evo 7, Gr. A8, +1:41,6 min.
3. Ruben Zeltner/Petra Zeltner, Oberlungwitz, Mitsubishi Carisma Evo
6, Gr. A8, +1:53,5
4. Carsten Mohe/Lutz Uhlig, Crottendorf/Zschopau, Renault Clio Super
1600, Gr. A6, +2:13,8
5. Maik Stötzel/Thomas Windisch, Zwichau/Aue, Skoda Octavia
WRC, Gr. A8, +2:25,8
9. Hermann Gassner/Siegfried Schrankl, Surheim/Obing, Mitsubishi
Carisma Evo 7, N4, +5.20,5.
DM-Stand nach 6 von 7 Wertungsläufen:
1. Gassner/Schrankl, Mitsubishi, N4,
224 Punkte
2. Kahle/Göbel, Skoda, A8,
200
3. Mohe/Uhlig, Renault, A6,
194
4. Holz/Limbach, VW, A7,
145
5. Stötzel/Windisch, Skoda, A8,
142