Schwerin (pb): Für
Post begann diese Spitzenpartie denkbar schlecht, in der 5. Spielminute lagen die
Schneider-Schützlinge bereits mit 0:3 im Rückstand. Post-Trainer nahm in der 12. Minute
eine erste Auszeit (2:5), Schwachpunkt im Post-Angriff zu diesem Zeitpunkt Ivica Obrvan. Zwei Fehlwürfe auf das TuS-Tor, eine Fehlabgabe auf Ronald Bahr und ein
verworfener 7m seine Bilanz nach 10 Minuten. Doch dann scheint der Kroate aufgewacht zu
sein, lässt drei Tore folgen und auch Ronald Bahr trifft zum Spielstand 6:9. Doch Post
bekommt die Partie nicht in den Griff, Spielstand nach 20. Minuten 6:12. Lübbecke
bestimmt weiterhin klar das Spiel, enteilt bis zum 9:16. Durch drei Post-Tore in Folge von
Obrvan, Bahr und Ladig kann Post das Ergebnis zwar wieder etwas freundlicher gestalten,
aber der Halbzeitstand von 12:18 lässt wenig Hoffnung für die zweite Halbzeit aufkommen.
Für den norwegischen
Kreisspieler Frank Loke, im ersten Abschnitt ohne Torwurf, aber auch fast ohne verwertbare
Anspiele, kommt Fabian Christ auf das Parkett. Post bekommt einen 7m, Lars Melzer tritt
an, doch sein Wurf wird gehalten. Ronald Bahr macht es besser, sein Wurf landet im Tor zum
13:18. aufregung dann in der 35. Minute, nachdem Alexander Ladig (Foto) gerade zum 14:20
traf. 2 Minuten Zeitstrafe für Obrvan, Gelb für Post-Trainer Schneider, aber Marco
Stange hält großartig. Bis zum 17:24 sieht alles nach einem hohen Gäste-Sieg aus, dann
kann Post Tor um Tor am Lübbecker Vorsprung knappern. Zum Ende der zweiten Halbzeit kommt
Frank Loke wieder ins Spiel, als er am Kreis gefoult wird, gibt es 7m für Post Schwerin.
Carsten Kommoß tritt an und verwandelt, Spielstand: 25:27. Nun keimt Hoffnung, doch Edgar
Schwank und Gerit Winnen treffen noch in der Endphase für Lübbecke, drei Tore für Post
durch Ladig (5. Tor), Obrvan und Bahr können die Schweriner Niederlage nicht mehr
abwenden. Endstand. 28:29. Foto (2): P. Bohne
Trainerstimmen:
Jens Pfänder, TuS N.-Lübbecke: Ich bin recht zufrieden, 29:28 haben wir gewonnen.
Starke Torwartleistungen, in der ersten Halbzeit haben wir den Grundstein zum verdienten
Sieg gelegt. Schwerin hat in der zweiten Halbzeit großen Druck gemacht. Die Zuschauer
sahen ein gutes, spannendes Spiel.
Holger Schneider, SV Post Schwerin: Glückwunsch an Lübbecke, unsere erste Halbzeit war
eine Katastrophe. Die Abwehr stand schlecht, im Angriff erreichten wir zu wenig Wirkung.
In der zweiten Halbzeit haben die Jungs an sich geglaubt und letztlich war die Chance zum
Sieg plötzlich dar. Wäre Ladigs Tempogegenstoß mit einem Tor belohnt, wer weis, was
dann noch möglich gewesen wäre.
Post spielte mit: Stange, Mayer; Kommoß (3/1), Witt (1), Christ, Rauch, Vildalen
(ohne Einsatz), Bahr (8), Obrvan (7), Ladig (5), Thormann, Løke (1), Melzer (3/2)