Schwerin
(pb): Die Reinickendorfer Füchse hatten zwar Anwurf, doch Post kann diesen
abfangen und kommt im Gegenzug einen 7m zugesprochen. Carsten Kommoß verwandelt sicher,
1:0. Frank Løke markiert gleich im Anschluss das 2:0, dann kann Sascha Detlof für die
Füchse zum 2:1 verkürzen. Durch Tore von Vildalen, Kommoß (7m), Løke und Obrvan führt
Post nach zehn Spielminuten mit 6:3. Jetzt läuft das Post-Spiel so richtig auf Touren,
Løke, Kommoß (7m), Rauch, Kommoß, Løke, Kommoß (7m/5. Tor), klasse Spielzüge führen
zum 12:4 in der 17. Minute. Über die weiteren Spielstände 14:8, 16:10 geht es mit 17:12
zum Pausentee. Carsten Kommoß (7 Tore), Torwart Marco Stange und Frank Løke (8 Tore/Foto
von links nach rechts), wußten in dieser Partie zu gefallen.
Inder zweiten Halbzeit kommt Mannschaftskapitän Alexander Ladig auf
das Parkett und muss gleich mit ansehen, wie Post-Regisseur Preben Vildalen nach dritter
Zweiminuten Strafe die rote Karte sieht. Ihm gelingen zwei schöne Tore in Folge zum 21:14
und 22:14. Frank Løke erhöht sogar noch auf 23:14, doch dann setzt wieder
unverständlicher Schlendrian ein. Lars Melzer vergibt drei glasklare Chancen, Ivica
Obrvan patzt beim 7m mit einem "lässigen" Heber übers Tor, Sven Thormann wirft
hoch über das Tor, es kommen Pfiffe der 2.270 Zuschauer auf. Post spielt zeitweise mit
zweiter Garnitur und kann die zweite Halbzeit nur 18:18 gestalten. Es reicht damit zwar
zum 35:30 Sieg, aber die Fans sahen wieder eine nicht erwärmende Heimpartie. Foto:
P. Bohne
Trainerstimmen:
Georgi Swiridenko, Berlin: Heute ist ein
ungewöhnlicher Wochentag zum Spielen, wir wollten lange unsere Angriffe ausspielen. Doch
unsere ersten acht Angriffe blieben ohne Torerfolg, wir waren viel zu ängstlich.
Enttäuscht bin ich von Preben Vildalen, der die rote Karte völlig zu recht sah. So darf
ein Handball-Profi auf dem Spielfeld nicht agieren.
Holger Schneider, SV Post Schwerin: Bis zum 12:4
sind wir super ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit zeigte sich, in unserer zweiten
Garnitur passt noch nicht alles optimal zusammen. Den "Vorfall" Vildalen habe
ich nicht direkt gesehen, werde unsere Videoauswertung mir aber genau ansehen. Wenn so ein
junger Spieler wie Sven Thormann den ersten Torwurf vermasselt, darf man ihn nicht gleich
auspfeifen.
Mit der ersten Halbserie sind wir voll zufrieden. Drei Punkte minus,
alle Auswärtsspiele haben wir gewonnen. Alexander Ladig stand im Stau, kam erst kurz vor
Anpfiff. Deshalb habe ich ihn erst zum Beginn der zweiten Halbzeit eingesetzt.
Post spielte mit: Stange, Mayer; Kommoß (7/4),
Witt, Christ (3), Rauch (1), Vildalen (1), Bahr (4), Obrvan (7/4), Ladig (3), Thormann
(1), Løke (8), Melzer.