Schwerin
(WG/pb): Nach dem Ausscheiden des Pokalverteidigers FC Hansa Rostock im zweiten
Halbfinalspiel gegen den Bundesliga-Spitzenreiter SV Werder Bremen nach 9m-Schießen wurde
es still auf den Rängen der Kongresshalle. Werder war in dieser eigentlichen "Finalbegegnung"
der beiden Pokalgewinner von 2002 (Bremen) und 2003 (Rostock) durch Ivan Krasnic (3.) und
Marco Stier (6.) in Führung gegangen, Rene Rydlewicz konnte den Rostocker
Anschlusstreffer in der 9. Spielminute markieren. In den Pausenpfiff hinein fällt das
2:2, doch leider ein/zwei Sekunden zu spät - kein Tor, es bleibt beim 2:1 für
Werder.
Ein straffer Schuss von Rydlewicz geht in der 12. min. knapp über
vom Ex-Schweriner Andreas Reinke ausgezeichnet gehütete Werder-Tor, im Gegenzug kann sein
Gegenüber Daniel Klewer das Tor zum 3:1 für Werder durch Marco Reich (13.) nicht
verhindern. Richtig Spannung kommt auf, als Rene Rydliwitz mit zwei Toren in der 17. und
18. Spielminute den Ausgleich zum 3:3 schafft. Noch je eine Chance von Christian Schluz
(Bremen) und Thomas Schultz (Rostock), doch beide Torschüsse gehen hoch über das
jeweilige Torgebälk. Endstand 3:3; 9-Meter Schießen.
Marco
Stier trifft für Werder, Rene Rydlewicz scheitert; den Schuss von Tim Borowski (Werder)
hält Daniel Klewer. Ronald Maul (Rostock) scheitert an Andreas Reinke; Bremen gewinnt 5:4
gegen Rostock und zieht ins Finale. Mit sechs Treffern wird Ivan Krasnic (Foto/Werder
Bremen) bester Torschütze und wird nach Turnierschluß als torschützenkönig
ausgezeichnet. Im Spiel um Platz 3 enttäuscht der FC Hansa total, 7:0 Niederlage gegen
den Hamburger SV.
Völlig überraschend zog als Cup-Neuling VfL Lübeck dank eines
Sieges gegen den HSV ins Finale, Jens Scharping war der glückliche Schütze zum 3:2. Die
Lübecker waren auf Grund eines schweren Unfalls auf der B 1004 zwischen Rehna und Nesow
im Stau mit ihrem Bus stecken geblieben und kamen so erst verspätet zur Kongresshalle.
Ihre als Spiel 2 geplante Partie gegen den SV Werder wurde deshalb auf Spielplatz 6
verschoben.
Für
Lokalmatador FC Eintracht Schwerin kam erwartungsgemäß bereits in der Vorrunde das Aus.
Das Schweriner Youngster-Team schlug sich aber achtbar, hatte in der Eröffnungspartie
gegen den FC Hansa Rostock (Foto) durchaus seine Chance. Eintracht hielt die Partie bis in
die zweite Halbzeit zur 16. Spielminute offen, erst dann gelang Shergo Biran das 0:1 für
Hansa und Razundara Tijkuzu legte sofort nach, 0:2 für Rostock. Erst in der 19.
Spielminute gelingt Steve Svenßen der Eintracht Anschlusstreffer, große Chancen vergaben
vorher Rene Stempin und Christian Schwarz. In ihrem zweiten Vorrundenspiel gegen den HSV
waren Eintracht-Spieler chancenlos (0:3).
Die
ganz große Stimmung erreichte die 4.700 Zuschauer diesjährig leider nicht. Lokalmatador
Eintracht schied früh aus, Hansa enttäuschte und Überraschungssieger VfL Lübeck hatte
nur wenige eigene Fans mit nach Schwerin gebracht. Das Finalspiel war lange völlig offen,
erst in der Schlussphase gelang es dem VfL Lübeck Akzente gegen den SV Werder Bremen zu
setzen. Erst scheiterte Jens Scharping (VfL) frei vor Werder-Torwart Reinke, dann war es
Silvio Adzic, der das goldene Tor zum 1:0 in der 18. Spielminute für den VfL markierte
und damit den Sieg im 15. Lübzer Pils-Cup für seinen VfL Lübeck (Foto) sicher stellte.
Foto (4): P. Bohne