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Letzte Instanz

LETZTE INSTANZ D – Dresden WIR SIND GOLD VÖ: 23.03.2007 Drakkar Entertainment GmbH / SONYBMG Die LETZTE INSTANZ ist endlich angekommen! Mit „Wir sind Gold“, dem sechsten Longplayer der Band, scheint der erfolgreichsten Ost/West Band der ganz große Streich gelungen zu sein.

Schon immer stand diese Band für Bewegung, Aufbruch und Mut zum Risiko. Mehrfach wechselte man das Line Up, ehe die LETZTE INSTANZ sich 2005 in der jetzigen Konstellation zusammenfand. Die Musiker aus Sachsen, Bayern und Berlin sind nicht zuletzt durch ihre außergewöhnliche Zusammensetzung ein Novum in der deutschen Musiklandschaft und bilden zusammen mit wenigen Ausnahmen die Speerspitze der hiesigen Rockbands, die nicht auf den kurzweiligen Trend setzen, sondern in der Tradition deutschsprachiger Künstler stehen und sich um Ausdruck und Eigenständigkeit bemühen. Stets hat die LETZTE INSTANZ sich für besagte künstlerische Eigenständigkeit und gegen das Schielen auf den kommerziellen Erfolg entschieden. Dass dies letztendlich der richtige Weg ist, bewies die Band eindrucksvoll mit ihrem letztjährigen Album „Ins Licht“. Eine hohe Chartplatzierung, erfolgreiche Gigs und zum Jahresabschluss eine gemeinsame Tour mit SCHANDMAUL zeigten deutlich, dass die LETZTE INSTANZ mittlerweile zu den angesagtesten und originellsten Rock Acts der Republik zählt. Und gerade mal ein Jahr nach „Ins Licht“ legt das Septett ein Album vor, das man so kaum erwartet hatte. „Wir sind Gold“ scheint mehr als nur das sechste Studioalbum geworden zu sein. Man hört der Band förmlich an, wie einheitlich, feurig und ausdruckstark sie das Jahr 2007 begehen will. Sicher, das neueste Album ist stets das Beste. Aber es ist keine Floskel, wenn man schon jetzt behauptet, dass die LETZTE INSTANZ mit „Wir sind Gold“ das intensivste und tiefste Album ihrer Karriere vorgelegt hat. Viele der Lieder auf „Wir sind Gold“ sind während der Herbstour 2006 im Tourbus entstanden. Produzent Sven Peks und Instanz Gitarrist Oli hatten diesmal ihre Hände an den Reglern, denn auch hier wollte die LETZTE INSTANZ ihrem „Wir“-Gefühl besonderen Ausdruck verleihen und nichts dem Zufall überlassen.

Die ganze Band war, wie noch nie, in den Aufnahmeprozess involviert, sodass das Album auch auf Produktionsebene eine sehr persönliche und eigene Note bekommen hat. So spiegelt „Wir sind Gold“ dann auch ziemlich genau das wieder, was die LETZTE INSTANZ live ausmacht: Freunde, die alles dafür geben, gemeinsam emotional intensive und wunderschöne Momente zu kreieren! Im direkten Vergleich zum Vorgänger, kann man das neue Album am ehesten als wärmer, tiefer und auch intensiver bezeichnen, ohne dabei den auf „Ins Licht“ eingeschlagenen Kurs zu verlassen. Auch auf „Wir sind Gold“ stehen erneut die klassischen Streicherarrangements und Sänger Hollys weiche, warme Stimme im Mittelpunkt. Allerdings wurden die Streicher, ein sehr wichtiger Bestandteil des Instanz typischen Sounds, erstmals über weite Strecken als klassisches Quartett arrangiert, was diese ungemein lebendig, groß und berührend klingen lässt. Mit Henriette Mittag hat man sich zudem eine ambitionierte Bratschenspielerin zu den Aufnahmen ins Boot geholt und die junge Sopranistin Christiane Karg veredelte etliche Aufnahmen mit ihrer wundervollen Opernstimme. Diese Detailverliebtheit und Hingabe zu den einzelnen Elementen eines Liedes hat sich ganz klar ausgezeichnet und trägt eben zu jener Tiefe bei, die „Wir sind Gold“ so speziell macht. Man hört „Wir sind Gold“ deutlich an, dass die aktuelle Situation in der Band auch dem Songwriting eine angenehme Entspanntheit beschert hat. Hollys Stimme klingt auch in den höheren Tonlagen frei und lebendig.

Unverkrampft und innere Ruhe ausstrahlend, fügt sie sich in die oftmals sehr filigranen, fast zerbrechlich wirkenden Melodien. Ging man auf „Ins Licht“ bisweilen recht schwer und brachial vor, so schmiedet man auf „Wir sind Gold“ ein kunstvolles Juwel, das auch bei näherer Betrachtung stets neue Facetten birgt. Nichtsdestotrotz bilden die
Rhythmusfraktion Specki T.D. (Drums) und Michael Ende (Bass) ein kraftvoll beschwingtes Fundament und auch die Gitarren von Oli und Holly D., sowie die Streicher Benni Cellini (Cello) und M. Stolz (Geige) setzen durchaus auf dynamische Elemente und verlieren sich nicht in ausschließlich ruhigen Parts. Über Allem legen sich die zutiefst emotionalen, mal nachdenklichen, mal beschwörenden Texte aus Hollys Feder, in denen er die Tiefen der menschlichen Seelen mit seinem von einer modernen, zeitgemäßen Romantik geprägten Stil von vielen Seiten ausleuchtet und dabei immer in Bewegung bleibt.

Überhaupt ist schon fast beeindruckend, wie sehr es die LETZTE INSTANZ mittlerweile versteht, spielend vom Dampfhammer zur herzergreifenden Ballade umzuschalten. Ob harte, groovende Nummern, wie der Albumopener „Du und Ich“, der Clubstampfer „Morgenrot“ oder aber auch tragische Balladen à la „Monument der Stille“ oder das schon poppige „Komm nie zurück“, die LETZTE INSTANZ schafft es mit Leichtigkeit, eine enorme Bandbreite so zu kombinieren, dass man beinahe von einem Konzeptalbum sprechen muss. Wenn es krachen muss, kracht es, wenn es berühren muss, berührt es und alles zusammen ergibt tatsächlich ein derart überzeugend rund wirkendes Album, dass man sich fragt, was bei den Herren noch kommen soll. Und so ist es kaum verwunderlich, dass man auch vor einem scheinbar vor Selbstbewusstsein strotzenden Albumtitel nicht halt macht. „Wir sind Gold“ – dieser Albumtitel, der auf den ersten Blick Assoziationen zu Phrasen wie „Wir sind Papst“ oder „Du bist Deutschland“ weckt, steht inhaltlich im krassen Gegensatz zu eben diesen oberflächlichen Versuchen, eine neue Aufbruchstimmung à la „Wir sind wieder wer“ gewisser meinungsbildender Organe zu konstruieren.

Entstanden aus einem klassischen Wortspiel mit den Thematiken der Platte, wie sie für LETZTE INSTANZ schon beinahe Tradition sind, drückt „Wir sind Gold“ das aus, was den Menschen, die hinter LETZTE INSTANZ stehen, wirklich wichtig ist: eine humanistische Weltanschauung, in der man um den wahren Wert eines jeden Menschen weiß, ihn schätzt und erkennt, dass er – sowohl innerlich als auch äußerlich – „Gold“ ist: wunderschön, warm, rein, unvergänglich und wertvoll. Diese Einstellung und das damit verbundene Gefühl der Zusammengehörigkeit finden ihren Ausdruck unter anderem in „Wir sind allein“, einer Coverversion des THE INCHTABOKATABLES – Klassikers „You chained me up“. Der Song, mit einem neuen, von Gemeinschaftsgefühl geprägten, bewegenden Text versehen, ist eine Hommage an die inzwischen aufgelösten Folk/Crossover-Vorreiter, deren musikalisches Schaffen LETZTE INSTANZ in ihren Anfängen durchaus beeinflusst hat. „Wir sind allein“ zeigt diese Verbundenheit und fügt sich nahtlos in das Klang- und Erscheinungsbild der anderen Lieder. Jeder Ton auf „Wir sind Gold“ scheint deutlich machen zu wollen, was das Herzstück von LETZTE INSTANZ ist: eine gemeinsame Vision von Musik, die berührt, verbindet, in der Lage ist mitzureißen oder aufzufangen, die Lebensfreude versprüht und Trost spendet.

Diese Vision ist es, die die Band zusammenhält und aus Musikerkollegen Freunde macht – 2007 mehr denn je und auf „Wir sind Gold“ für immer festgehalten in einem Album, dass nie langweilig wird, berührt und anspricht und dabei direkt, ehrlich und erhaben neben guter Unterhaltung tatsächlich Antworten auf viele Fragen bietet – vorausgesetzt, man ist
bereit sich fallen zu lassen, um auf den Tönen und Worten davon zu schweben… DER SPEICHER Röntgenstraße 20/22, 19055 Schwerin, Eingang: Schelfstraße Montag, 17. Dezember 2007, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr Vvk.: Tourist-Information, Am Markt 14, Tel.: 0385/59 252 13 & Ticketservice Sport- u. Kongresshalle, Wittenburger Str. 118,  Tel.: 0385/761 90 – 190 / – 191

Wann: 17.12.2007 20:00

Wo: DER SPEICHER
19055 Schwerin Schelfstadt

Infos: Soziokulturelles Zentrum DER SPEICHER Röntgenstraße 20/22 19055 Schwerin, 0385 512105

Karten: Tourist-Information Am Markt 14 19055 Schwerin


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