Die SPD-Stadtfraktion fordert das Verfahren zur Erlangung des Welterbe-Titels für das Schlossensemble zu beschleunigen.

SNDabei sollten vor allem auch Wege geprüft werden, die nicht alltäglich sind. „Dieser Titel ist nicht nur aus  touristischer Sicht von großer Bedeutung. Er verpflichtet uns, sensibel und vorsichtig mit unserem baulichen Erbe umzugehen. Landeshauptstadt sollten wir jetzt mehrere Gänge höher schalten und tun, was getan werden kann. Von Wismar lernen heißt siegen lernen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Meslien, selbst Gast der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde zu diesem Thema.

Die benachbarte Hansestadt hat es mit sehr viel Kreativität geschafft, sich auf der Überholspur zum Titel vorzuarbeiten. Wenn das Land etwas zögerlich sei, dann müssten andere Wege gegangen werden. Der in Schwerin parteiübergreifend anerkannte Kulturexperte und SPD-Stadtvertreter Rudolf Conrades regte an, gemeinsam mit anderen Ländern ein gemeinsames Projekt zu beantragen. In Frankreich und Rumänien gebe es Schlösser, die mit dem Schweriner zusammen ein Paket bilden könnten.

Es müsse geprüft werden, ob nach dem Wismarer Vorbild eine Stelle in der Stadt eingerichtet wird, die die Federführung in dem Verfahren übernimmt. Der Beitritt in die von Wismar und Stralsund gegründete Welterbe-Stiftung könnte Schwerin ebenfalls Vorteile verschaffen. „Wir müssen für diesen Titel brennen und dann das Feuer bei den anderen Kultusministern entzünden. Mit unserem Schloss kann Deutschland ein einzigartiges Weltkulturerbe vorzeigen. Zur nächsten Sitzung regen wir deshalb einen interfraktionellen Antrag zu diesem für Schwerin wichtigen Vorhaben an“, so Meslien abschließend.

F.: mm