Angesichts der schwierigen finanziellen Lage der Landeshauptstadt warb Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow im jüngsten Hauptausschuss für eine Halbierung der Kosten für die 2010 anstehende 850-Jahr-Feier auf 400.000 Euro.

Vor allem die stärkere Einbeziehung kultureller Einrichtungen, der örtlichen Gastronomie und ehrenamtlicher Helfer sowie der Verzicht auf die Betreuung und Organisation durch einen professionellen Veranstalter sollen Kosten sparen. Die Fraktion „Unabhängige Bürger“ weist diesen Vorschlag zurück.

„Ich halte in der momentanen finanziellen Situation der Stadt ein Budget von 400.000 Euro für unangebracht”, so Andre Kühn, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unabhängigen Bürger. „Ich bin vielmehr überzeugt davon, dass mit einem vernünftigen Konzept wesentlich weniger Geld für ein angemessenes Fest zum Stadtjubiläum erforderlich ist.”

SHFraktionsvorsitzender Silvio Horn (Foto) ergänzt: „Gerade die Planung und Durchführung einer solchen Veranstaltung durch einen erfahrenen Organisator hilft, die ohnehin geringen Mittel zielgerichtet und effizient einzusetzen. Bei aller Wertschätzung für die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die solche Events natürlich undenkbar sind, ist zu befürchten, dass sie mit einer solchen Aufgabe schlichtweg überfordert wären.”

Die Fraktion „Unabhängige Bürger“ schlägt deshalb als Alternative vor, ohnehin im Jahr 2010 geplante Events unter der Dachmarke 850-Jahre Schwerin zusammenzulegen. Hierfür kommt insbesondere ein organisatorischer Zusammenschluss mit dem in Schwerin stattfindenden Mecklenburg-Vorpommern – Tag des Landes oder dem Schlossfest in Frage.

Eine Kombination dieser Festveranstaltungen mit einen Stadtumzug anlässlich der 850. Jahresfeier würde eine erhebliche Kostenersparnis bedeuten und andererseits Synergieeffekte erzielen. Der MV- Tag wird ohnehin zu Ehren der 850-Jahr-Feier in Schwerin abgehalten. „Das gesparte Geld könnte dann zum Beispiel in das geplante neue Stadtgeschichtsmuseum fließen, dass derzeit auf dem Prüfstand steht, oder in die Ausschmückung der Stadt beziehungsweise in die Aufwertung der stattfindenden Veranstaltungen investiert werden”, so Kühn.